SPIELZEIT
2022/23

Oper
Schauspiel
Sinfonieorchester

Oper
2022/23

Die lustige Witwe

von Franz Lehár

Ein verarmter Staat, eine steinreiche Witwe und eine Liebe aus vergangenen Zeiten bilden die Grundlage von Franz Lehárs turbulenter Operette.

Hanna Glawari, frisch gebackene Millionärswitwe, wird auf dem Ball der pontevedrinischen Botschaft in Paris sehnsüchtig erwartet. Sie soll mit dem Grafen Danilo Danilowitsch verheiratet werden, um das verarmte Land vor dem Bankrott zu retten. Als Hanna jedoch ihre Verlobung mit Camille de Rosillon bekannt gibt und ein mysteriöser Fächer in Umlauf gerät, ist das Verwirr- und Verwechselspiel perfekt.

Im Jahr 1905 uraufgeführt, landete Franz Lehár mit seiner ›Lustigen Witwe‹, nicht zuletzt durch Hits wie ›Lippen schweigen‹, einen Welterfolg. Nach seiner Inszenierung des Antonia-Akts in ›Hoffmanns Erzählungen‹ in der Eröffnungsspielzeit von Berthold Schneider kehrt der international gefeierte Regisseur Christopher Alden für diese Produktion nun an die Oper Wuppertal zurück.

Premiere: Sa. 27. August 2022

Operette in drei Akten, Buch von Victor Léon und Leo Stein. Musik von Franz Lehár. In deutscher Sprache mit Übertiteln.

Patrick Hahn
Musikalische Leitung

Christopher Alden
Inszenierung

Blanca Añón
Bühne

Kaye Voyce
Kostüme

› INFOS & TERMINE

Werther

von Jules Massenet – Konzertinstallation

Eine echte Literaturoper: Goethes Welterfolg in einer französischen Bühnen-Adaption.

Der Dichter Werther verliebt sich in Charlotte, die jedoch schon Albert versprochen ist. Charlotte ist sehr angefochten, auch sie liebt heimlich Werther. Es kommt zu einer Annäherung, die aber dann von ihr unterbunden wird. Werther nimmt sich aus Verzweiflung das Leben. Im Sterben kommt Charlotte noch ein letztes Mal zu ihm, um ihm nun doch ihre Liebe zu gestehen. Jules Massenet war am Ende des 19. Jahrhunderts der erfolgreichste Opernkomponist Frankreichs, der vor allem mit exotischen Stoffen reüssierte und besonders als großer Melodiker gefeiert wurde. Eine inhaltliche Ausnahme bildet sein ›Werther‹, eine Adaption von Goethes Briefroman. Die Pariser Opéra Comique lehnte das Werk als zu düster ab, so fand die sehr erfolgreiche Uraufführung dann in Wien statt.

Die Neueinstudierung verschafft Ihnen ein Wiedersehen mit Sangmin Jeon als Werther. In einer weiteren Hauptrolle als Charlotte erleben Sie erstmals Iris Marie Sojer.

Premiere der Neueinstudierung: So. 2. Oktober 2022

Lyrisches Drama in vier Akten von Jules Massenet. Libretto von Éduard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach Goethes ›Die Leiden des jungen Werther‹.

JOHANNES WITT
Musikalische Leitung

Karin Kotzbauer-Bode
Szenische Konzeption

Momme Hinrichs, fettFilm
Video

› INFOS & TERMINE

Intolleranza 2022

von Luigi Nono

Ein hochpolitisches Stück, in dem die Grenzen zwischen sozialer und ökologischer Katastrophe nicht immer trennscharf zu ziehen sind.

›Intolleranza 1960‹ erzählt ursprünglich vom Erwachen des politisch-sozialen Bewusstseins in einem Mann, einem Gastarbeiter in einer Mine, der gegen die Anforderungen der Notwendigkeit aufbegehrt und nach dem Grund des Lebens und seiner »menschlichen« Basis sucht. Nach verschiedenen Erfahrungen mit Intoleranz und Unterdrückung beginnt er, menschliche Beziehungen zwischen sich und anderen wieder zu entdecken, wird dann aber gemeinsam mit anderen von einer Flutwelle fortgerissen. Was bleibt, ist sein Glaube an eine Zeit, »in der der Mensch dem Menschen ein Helfer ist. Symbol? Bericht? Fantasie? Alles drei, in einer Geschichte unserer Zeit.« So beschrieb Luigi Nono selbst sein Werk.

Die Aufführung der Oper ›Intolleranza 2022‹ will an diesem Punkt ansetzen und ihn auf seine heutige Aktualität überprüfen. Welche Oper wäre besser geeignet, einen unverstellten Blick auf die Welt von Arbeit und Ausgrenzung von heute zu werfen?

Premiere: Sa. 22. Oktober 2022

Komische Operette in zwei Akten, Text von William Schwenck Gilbert, Musik von Arthur Sullivan. Neue deutsche Übersetzung von Inge Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting. Nachgeholte Premiere vom Dezember 2020.

Johannes Harneit
Musikalische Leitung

Dietrich W. Hilsdorf
Inszenierung

Dieter Richter
Bühne

Nicola Reichert
Kostüme

INFOS & TERMINE

Gold!

von Leonard Evers

Ein Musiktheater für alle ab 6 Jahren, das den jüngeren wie älteren Zuschauer_innen die Frage stellt, was und vor allem wie viel es eigentlich braucht, um glücklich zu sein.

Jacob und seine Eltern sind sehr arm. Als Jacob eines Tages einen Fisch fängt und ihn wieder ins Meer freilässt, verspricht dieser ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Als erstes wünscht sich Jacob ein paar Schuhe, doch dann werden die Wünsche, mit denen ihn seine Eltern beauftragen, immer maßloser. Der Fisch wird nach und nach immer dünner und das Meer immer aufbrausender …

2012 in Enschede in den Niederlanden uraufgeführt, haben Leonard Evers und Flora Verbrugge eine poetische und tiefsinnige Kinderoper geschrieben, die zeigt, dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt.

Premiere: Do. 10. November 2022
Theater am Engelsgarten

Musiktheater nach dem Märchen ›Vom Fischer und seiner Frau‹ von Leonard Evers. Libretto von Flora Verbrugge. In deutscher Textfassung von Barbara Buri. 

Immanuel Karle
Musikalische Leitung

Karin Kotzbauer-Bode
Inszenierung

Sarah Prinz
Bühne und Kostüme

› INFOS & TERMINE

NOperas!: Obsessions

von Oblivia / Yiran Zhao

Ein Parforceritt durch Raum und Zeit: Das finnische Kollektiv Oblivia wirft Schlaglichter auf menschliche Begierden und Leidenschaften.

Drei Sänger_innen, drei Performer_innen und sechs Musiker_innen untersuchen spielerisch Obsessionen als Triebfedern menschlichen Verhaltens. Mit feinem Witz und leichter Hand führen sie das Publikum durch komplexe Gedankenwelten. Der Wille zur Macht, der Wille zur Freiheit: Große Ambitionen werden auf minimalistische Bühnenpoesie heruntergebrochen.

Der originäre Sound der mehrfach ausgezeichneten Komponistin Yiran Zhao verwebt das Bühnengeschehen eng mit Elektro- und Akustik-Klängen und überprüft Sprache auf ihr musikalisches Potential. Die Förderinitiative »NOperas!« für neue Musiktheaterformen geht mit ›Obsessions‹ in ihre dritte Runde. 

Uraufführung: Sa. 3. Dezember 2022

von Oblivia / Yiran Zhao

Das Projekt ›Obsessions‹ ist Teil von »NOperas!« einer Initiative des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm). In gemeinsamer Trägerschaft von NRW KULTURsekretariat und Kunststiftung NRW, in Kooperation mit Oper Wuppertal und Theater Bremen.

Oblivia wird gefördert von Arts Promotion Centre Finland, Helsinki City, Svenska kulturfonden, TINFO Theatre Info Finland / MOTI funded by the Finnish Cultural Foundation.

Yiran Zhao
Musik, Sounddesign

Koji Ishizaka
Musikalische Leitung

Oblivia Working Group
Konzept, Text, Performance, Ausstattung

› INFOS & TERMINE

Rigoletto

von Giuseppe Verdi

Die erste Oper von Giuseppe Verdis ›trilogia popolare‹ erzählt von Macht, Verantwortung und Verzweiflung.

Als Berater im Dienst des Herzogs von Mantua zieht Rigoletto den Hass der Bediensteten auf sich. Er verspottet alle, deren Frauen dem Herzog verfallen. Um die eigene Tochter Gilda vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren, hält er sie versteckt. Doch bald muss er erkennen, dass Willkür und politisches Machtspiel mehr als nur entfernte Verwandte sind.

In der jährlichen Kritikerumfrage der ›Welt am Sonntag‹ im Jahr 2017 wurde die Wuppertaler Inszenierung von ›Rigoletto‹ in der Regie von Timofey Kulyabin zur besten Inszenierung in NRW gewählt. Kulyabin gilt als einer der spannendsten Regisseure der jungen Generation in Russland. Mit seinem ›Rigoletto‹ in Wuppertal gab der Regisseur sein Deutschland-Debüt.

Premiere der Neueinstudierung: So. 8. Januar 2023

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi. Libretto von Franceso Maria Piave nach dem Schauspiel ›Le roi s’amuse‹ von Victor Hugo. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln und ›Share Your Opera‹.

Patrick Hahn
Musikalische Leitung

Timofey Kulyabin
Inszenierung

Oleg Golovko
Bühne

Galya Solodovnikova
Kostüme

INFOS & TERMINE

La traviata

von Giuseppe Verdi

Giuseppe Verdis Meisterwerk fragt nach Liebe und Freiheit angesichts erdrückender Doppelmoral und der Kürze des Daseins.

Der junge Alfredo Germont und Violetta Valéry, eine Prostituierte der Pariser High Society, richten sich verliebt ein ruhiges Leben zu zweit auf dem Lande ein. Doch Alfredos Vater zwingt Violetta, die Verbindung aufzugeben, obwohl er von ihrer unheilbaren Krankheit weiß. Er fürchtet um den Ruf seiner Familie. Nach verzweifeltem Ringen willigt Violetta ein. Als Alfredos Vater seine fatale Forderung zurückzieht, ist es zu spät: Violetta stirbt in Alfredos Armen.

Eine Kurtisane als Protagonistin? Das war für das Publikum der Uraufführung im Jahre 1853 starker Tobak. Doch schon bald wurde ›La traviata‹ zu einer der beliebtesten Opern überhaupt. Der international gefragte Regisseur Nigel Lowery inszeniert nun dieses wegweisende Werk, das seine Figuren nicht verurteilt und sein Publikum seit knapp 170 Jahren tief zu berühren vermag.

Premiere: So. 26. Februar 2023

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi. Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Roman ›Die Kameliendame‹ von Alexandre Dumas. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln und ›Share Your Opera‹.

JOHANNES WITT
Musikalische Leitung

Nigel Lowery
Inszenierung, Bühne und Kostüme

INFOS & TERMINE

Die Hochzeit des Figaro

von Wolfgang Amadeus Mozart

Ein turbulentes Stück über den Sexualtrieb, Herrschergesten, enttäuschte Gefühle und all die Dinge, die daraus entstehen.

Graf Almaviva hat es auf Susanna abgesehen, die Verlobte Figaros, seines Kammerdieners und Vertrauten, was die beiden wiederum mit Hilfe ihrer Herrin, der Gräfin Almaviva, letztendlich zu verhindern wissen. Vor diesem vermeintlichen Happy End liegen allerdings noch diverse Verwicklungen, vom hormongesteuerten Teenager Cherubino bis hin zu der in Figaro verliebten alten Marcellina; dazu kommen wiedergefundene Kinder und Travestie. Ein toller Tag eben.

Im Librettisten Lorenzo da Ponte fand Mozart als Opernkomponist einen kongenialen Partner. Gemeinsam gelang es ihnen, Werke mit einer feinsinnigen Psychologie der Figuren, turbulent unterhaltenden Szenen und bis dahin ungekannten Spannungsbögen zu erschaffen. Von Anfang an höchst erfolgreich hat der ›Figaro‹ bis heute nichts von seiner Frische eingebüßt.

Premiere der Neueinstudierung: So. 19. März 2023

Komische Oper in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Libretto von Lorenzo da Ponte nach ›Der tolle Tag‹ von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln und ›Share Your Opera‹. Eine Koproduktion der Oper Wuppertal mit der English National Opera. 

Patrick Hahn
Musikalische Leitung

Joe Hill-Gibbins
Inszenierung

Johannes Schütz
Bühne

Astrid Klein
Kostüme

INFOS & TERMINE

Die Krönung der Poppea

von Claudio Monteverdi

Intrigen, Machtgier und Leidenschaft sind die Ingredienzen, die das Blut der Figuren in Claudio Monteverdis ›Krönung der Poppea‹ zum Kochen bringen.

Im Reich von Kaiser Nero verfolgt die Edeldame Poppea ein ambitioniertes Ziel: Sie will Kaiserin werden. Nero verspricht Poppea, seine Frau Ottavia zu verstoßen, um Poppea den Weg zum Thron zu ebnen. Ottavia sinnt auf Rache und stiftet Ottone, den ehemaligen Geliebten Poppeas, zum Mord an der aufstrebenden Kaiserin an …

Im Jahr 1607 wird Claudio Monteverdi mit ›L’Orfeo‹ zum Wegbereiter der Oper. Mit seinem letzten Musiktheaterwerk, der ›Poppea‹ (1642 / 43), wendet sich der Komponist zum ersten Mal einem historischen Stoff zu. Für dieses frühbarocke Meisterwerk voller Sex and Crime kehren Immo Karaman (Regie und Bühne) und Fabian Posca (Kostüme und Choreografie) an unser Haus zurück.

Premiere: So. 30. April 2023

Oper in einem Prolog und drei Akten. Libretto von Giovanni Francesco Busenello.

Matthew Toogood
Musikalische Leitung

Immo Karaman
Inszenierung und Bühne

Fabian Posca
Kostüme und Choreografie

INFOS & TERMINE

Three Tales

von Beryl Korot & Steve Reich

Ein Zeppelin, Atomtests und das Klonschaf Dolly stehen im Zentrum der ›Three Tales‹ von Steve Reichs und Beryl Korots Video-Oper.

Three Tales – drei Geschichten:

1. Ein gigantischer Zeppelin überquert den Atlantik. Während der Landung bei New York geht er in Flammen auf und wird zu einem Symbol für die technische Hybris des 20. Jahrhunderts.

2. Auf dem Bikini-Atoll führen die amerikanischen Streitkräfte Atomtests durch, die die Inseln dauerhaft unbewohnbar machen.

3. Das Schaf Dolly ist das erste geklonte Säugetier. Als Dolly im Alter von nur 6 Jahren stirbt, weist sie Alterserscheinungen auf, die Wissenschaftler darauf zurückführen, dass das Schaf aus der Zelle eines erwachsenen Tieres stammt.

›Three Tales‹ von Steve Reich ist ein bahnbrechendes Werk des ausgehenden 20. Jahrhunderts, das sowohl inhaltlich als auch formal eigenständig neue Wege beschreitet. Die Aufführungen der Oper Wuppertal machen die Oper in einer Installations-Situation mit dem Publikum auf der Bühne unmittelbar erlebbar.

Premiere der Neueinstudierung: Do. 8. Juni 2023 / on stage

Video-Oper von Steve Reich und Beryl Korot. In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Michael Cook
Musikalische Leitung

Berthold Schneider
Inszenierung

Katrin Wittig
Bühne und Kostüme

INFOS & TERMINE
 

Sound of the City:
Animal Life Wuppertal

›Sound of the City‹ ist das Festivalformat der Oper Wuppertal, das in dieser Spielzeit fünfjähriges Jubiläum feiert. Zielsetzung des Festivals war von Anfang an, die Musik der Stadt und ihrer Oper in ein immer neu zu erkundendes Verhältnis zu setzen. Für jede Spielzeit wird der Blickwinkel auf die Akteur_innen und die Spielorte durch andere Kurator_innen neu kalibriert. Dadurch entstehen Herausforderungen für die Handelnden in Stadt und Oper, die als Ergebnisse konkrete, gemeinschaftlichen Aufführungen produzieren, die den ganz eigenen Sound der Stadt Wuppertal hörbar machen und neue, temporäre Aufführungsstätten erschließen.

Nach den erfolgreichen Ausgaben ›Bund der Utopisten‹, ›Copyright Heimat‹ und ›wuppertal@night‹, der von den Coronaeinschränkungen betroffenen Ausgabe ›Arbeit?‹ und dem Energie geladenen ›Wuppertal kämpft!‹ aus der Spielzeit 2021 / 22 wandelt der Ableger ›Animal Life Wuppertal‹ auf den Spuren zahlreicher bekannter und unbekannter Tiere durch die Stadt, entdeckt ungeahnte Lebensräume, macht Spuren und Zusammenhänge sichtbar und behält dabei stets einen kontextuellen Bezug zu Musik und Stadtgesellschaft im Auge.

Mai 2023

Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat.

JOHANNES WITT
Musikalische Leitung

Anselm Dalferth
Kurator

INFOS & TERMINE
 

Die Zauberflöte

von Wolfgang Amadeus Mozart

Ein echter Klassiker! In der heimlichen Hauptrolle: Wuppertal und sein Theater. Prinzessin Pamina, die Tochter der stern-flammenden Königin, ist von Sarastro ent-führt worden. Prinz Tamino soll sie, beglei-tet vom Vogelfänger Papageno, befreien. Mit Hilfe des magischen Glockenspiels und der Zauberflöte überwinden die beiden sämtliche Gefahren. Doch was ist gut, was ist böse? Plötzlich ist das nicht mehr klar.

»Eine frische ›Zauberflöte‹, geistvoll und witzig inszeniert. Kurz: ein riesiges Vergnügen.«
Westdeutsche Zeitung

»Die Wuppertaler Oper zeigt Mozarts ›Zauberflöte‹ als witziges Volksmärchen mit kritischen Untertönen. Das Publikum ist nach drei Stunden restlos glücklich.«
Westfalenpost

Wiederaufnahme: Sa. 26. November 2022

Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Libretto von Emanuel Schikaneder. In deutscher Sprache und ›Share Your Opera‹.

JOHANNES WITT
Musikalische Leitung

Bernd Mottl
Inszenierung

Friedrich Eggert
Bühne und Kostüme

INFOS & TERMINE

Ein kleines Stück Himmel

von Núñez Hierro / Michaelis / Schulle

Em und Eff geht es gut. Da kommt Pe und verfängt sich in ihrer Welt. Er stört. Er fasziniert. Und er kann singen. Dann gibt es Streit. Erst als jeder der drei etwas von sich preisgibt, öffnet sich ihr Blick. Etwas beginnt. Vielleicht Freundschaft.

Für dieses Musiktheater arbeitete Regisseurin Ania Michaelis mit der Komponistin Nuria Núñez Hierro zusammen. ›Kleines Stück Himmel‹ lädt so nicht nur mehrere Generationen ein, sondern auch Menschen mit unterschiedlichem sprachlichen oder kulturellen Hintergrund zu einem gemeinsamen Erleben von Kunst – zwischen Oper, Schauspiel, Performance und Konzert.

Wiederaufnahme: Fr. 27. Januar 2023
Theater am Engelsgarten

Musiktheater von Nuria Núñez Hierro (Komposition) und Ania Michaelis (Libretto) für alle ab 2 Jahren.
Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin und des Theater o. N. Eine Koproduktion der Deutschen Oper Berlin, dem Theater o. N. und der Oper Wuppertal. 

Michael Cook
Musikalische Leitung

Ania Michaelis
Inszenierung

Martina Schulle
Bühne und Kostüme

INFOS & TERMINE

Schauspiel
2022/23

Macbeth

von William Shakespeare

Eine vielversprechende, aber breit interpretierbare Weissagung führt den erfolgreichen schottischen Feldherrn Macbeth in Versuchung, dem Lauf des Schicksals nachzuhelfen. Seine Frau, Lady Macbeth, ehrgeizig und anstachelnd, ist der Überzeugung, dass Macbeth sich nicht mit den Ehrentiteln ›Than von Glamis‹ und ›Than von Cawdor‹ zufriedengeben, sondern direkt nach der Königswürde greifen sollte. Macbeth zögert und zweifelt, denn dieser Weg führt zwangsläufig über Mord und Schuld.

Einmal im Mechanismus von Drohungen, Gewalt und falschen Anschuldigungen gefangen, vermag Macbeth seinem eigenen System nicht mehr zu entkommen. Er braucht erneut eine Prognose für seine Zukunft als König und Kriegsherr, doch die immer kryptischer werdenden Weissagungen wiegen ihn in falscher Sicherheit. Wie auch sollte der Wald von Birnam auf die Burg Dunsinane zumarschieren?

Zum dritten Mal inszeniert Marcus Lobbes ein Shakespearestück am Schauspiel Wuppertal. Das gefährliche Paralleluniversum von Raunen, Wirklichkeitsverzerrung, Möglichkeitsfantasien und Selbstermächtigung verbindet die Gedankenwelt von ›Macbeth‹ mit unserer Gegenwart.

Premiere: Sa. 10. September 2022
Opernhaus

von William Shakespeare
übersetzt von John von Düffel


Marcus Lobbes
Inszenierung
 

Robi Voigt
Bühne
 

Pia Maria Mackert
Kostüme

INFOS & TERMINE

Die Wahrheiten

von Lutz Hübner & Sarah Nemitz

Sonja mit Bruno und Jana mit Erik: zwei Paare, die sich seit Jahren freundschaftlich verbunden sind. Sonja und Bruno helfen Jana und Erik hier und da aus, beraten und unterstützen, wenn es etwa um Geldangelegenheiten oder berufliche Neuorientierung geht. Eines Abends kündigt Erik per SMS die Freundschaft mit dem älteren Paar auf. Mit sofortiger Wirkung und ohne weitere Erklärung.


Die Suche nach Gründen für diesen zunächst unverständlichen Akt setzt eine Dynamik in Gang, die unangenehme Wahrheiten freilegt und eine gut funktionierende Paarfreundschaft gründlich demaskiert. Hat Jana bei dem von Bruno vermittelten Coaching krachend versagt oder wurde sie Opfer sexueller Belästigung? Ist finanzielle Hilfe das Erkaufen von Abhängigkeit? Ist Verschweigen gleich Lügen? Wie schwer wiegt ein anvertrautes Familiengeheimnis und steht Loyalität über allem?

Das Erfolgsduo Hübner / Nemitz ist ein Garant für spannende Plots mit gesellschaftlicher Brisanz. Mehrmals wechselt das Stück die Perspektive, lässt in atemberaubender Geschwindigkeit überwunden geglaubte Geschlechterstereotype durchbrechen und zeigt, wie missverständnisvoll unsere ach so achtsame Zeit ist.

Premiere: Sa. 24. September 2022
Theater am Engelsgarten

Johanna Landsberg
Inszenierung

Johanna Rehm
Bühne & Kostüme

INFOS & TERMINE

 

Der Nussknacker

nach Alexandre Dumas / E.T.A. Hoffmann

In Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und dem Inklusiven Schauspielstudio

Es ist Heiligabend! Fritz und Marie sind aufgeregt und voller Vorfreude. Endlich wieder Weihnachten. Während die letzten Vorbereitungen für das Fest laufen, drücken sich die Kinder die Nasen am Fenster platt. Sie erwarten sehnsüchtig ihren Patenonkel Drosselmeyer, der wie jedes Jahr etwas ganz Besonderes mitbringt. Dieses Mal überrascht er die Kinder mit einem Nussknacker. Fritz ist wenig angetan, er mag doch gar nicht gerne Nüsse. Doch Marie ist ganz fasziniert von dem schick gekleideten, Nüsse knackenden Männchen. Als alle längst schlafen, spielt Marie noch immer mit ihm und knackt eine ganz besondere Nuss, die Drosselmeyer ihr am Abend heimlich zugesteckt hatte. Krrrks – da bricht die Schale auf und Marie erwacht plötzlich in einer ganz neuen Welt …

E.T.A. Hoffmanns Kindermärchen war die Vorlage für Alexandre Dumas’ ›Geschichte eines Nußknackers‹, die schließlich von Tschaikowski vertont wurde. Unsere Theaterfassung für die ganze Familie bringt mit der weltberühmten Musik das Sinfonieorchester Wuppertal, das Inklusive Schauspielstudio und das Schauspielensemble zusammen auf die Bühne.

Uraufführung: Do. 3. November 2022
Opernhaus

nach Alexandre Dumas / E.T.A. Hoffmann
mit Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Uraufführung
Bühnenfassung von Henner Kallmeyer & Elisabeth Wahle

Henner Kallmeyer
Inszenierung

Isabell Ziegler
Bühne

Silke Rekort
Kostüme

INFOS & TERMINE

Café Populaire

von Nora Abdel-Maksoud

Svenja ist ein guter Mensch. Sie arbeitet als Hospiz- Clown und gibt auf ihrem YouTube-Kanal Anleitungen für den antidiskriminatorischen »Humornismus«,
einer Mischung aus Humor und Humanismus. Leider hat Svenja nur 8 Follower, 4 davon bereits verstorben.

Als sie von der Neuausschreibung für das Gasthaus zur Goldenen Möwe, dem »Kulturhaus« der Stadt, erfährt, schlägt ihre Stunde: Sie bewirbt sich als
Pächterin. Im Moment ihres wichtigsten Auftritts – dem Livestream, in dem sie das Konzept einer neuen »Möwe« vorstellt, – fährt »Der Don« in sie, eine Art Alter Ego, eine böse Abspaltung ihrer selbst. Er verachtet »Asiprolls« und Verlierer entschieden – doch während er aus ihr spricht, steigen die Klickzahlen ...

Die 1983 in München geborene Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Nora Abdel-Maksoud ist zum Mülheimer STÜCKE Festival 2022 eingeladen.

Premiere: Sa. 17. Dezember 2022
nach digitaler Vorpremiere
Theater am Engelsgarten

Maja Delinić
Inszenierung

Ria Papadopoulou
Bühme & Kostüme

Clemens Gutjahr
Musik

INFOS & TERMINE
 

 

Bluthochzeit

von Federico García Lorca

Ein andalusisches Dorf in den 1930er Jahren. Die Vorbereitungen für die Hochzeit zweier junger Menschen aus wohlhabenden Verhältnissen offenbaren eine tragische Vorgeschichte. Die Braut, die allein und abgeschieden mit ihrem Vater lebt, war früher schon einmal verlobt. Und zwar ausgerechnet mit Leonardo aus der Familie der Félix, die in der Vergangenheit eine Blutrache-Fehde mit der Familie des Bräutigams ausgefochten hatte. Vater und älterer Bruder des Bräutigams wurden damals ermordet. Seine Mutter trauert noch immer um Sohn und Gatten. Sie ist beunruhigt und hat böse Vorahnungen, auch wenn Leonardo mittlerweile eine Cousine der Braut geheiratet hat. Als die Hochzeitsfeier in vollem Gange ist, sind die Braut und Leonardo plötzlich
verschwunden …


›Bluthochzeit‹ wurde 1933 in Madrid uraufgeführt. Federico García Lorca (1898-1936) zeichnet in einer intensiven, knappen Sprache die archaische Gedankenwelt der Dorfbevölkerung und bringt sie in Dialog mit der poetischen Schönheit von Liedern der Hochzeitsgesellschaft und visionären Texten, die Holzfäller, der Mond und eine Bettlerin sprechen.

Premiere: Sa. 21. Januar 2023
Theater am Engelsgarten

›Bodas de Sangre‹
von Federico García Lorca
Deutsch von Rudolf Wittkopf

Peter Wallgram
Inszenierung

Miriam Grimm
Bühne & Kostüme

INFOS & TERMINE

Der Revisor

von Nikolaj Gogol

Alarmstimmung! Ein Revisor ist auf dem Weg in die Stadt! Die Funktionsträger des Gemeinwesens sind in Aufruhr, denn sie wissen um Korruption und Schlamperei in den Institutionen. Dieser Wirtschaftsprüfer reist inkognito und folgt geheimen Instruktionen. Vielleicht ist er bereits eingetroffen …


Tatsächlich hat sich der kleine Beamte Chlestakow in einem heruntergekommenen Hotel eingemietet. Ihn halten die Stadtoberen nun für den Revisor, dabei hat Chlestakow selbst ein Problem: Er ist pleite. Insofern kommen ihm die Besuche der äußerst unterwürfigen Stadtoberhäupter sehr gelegen. Jeder möchte ihn einladen und ihm Geld zustecken (also »leihen«). Stadtführung und Kaviarempfang sind im Programm inklusive. Der Ehefrau und Tochter des Bürgermeisters macht der vermeintliche Revisor schamlos den Hof. Doch kurz bevor der echte Revisor seinen Aufenthalt in der Stadt ankündigt, ist Chlestakow überstürzt aufgebrochen und über alle Berge.


Nikolaj Gogols 1836 uraufgeführte Komödie hat sich längst einen Platz in der Weltliteratur erobert. Mit den Mitteln der Groteske führt sie Dummheit, Habgier und Bestechlichkeit einer verbeamteten Stadtspitze vor.

Premiere: Sa. 11. März 2023
Opernhaus

›Ревизор‹
Komödie in fünf Akten
von Nikolaj Gogol
Deutsch von Arina Nestieva

Maja Delinić
Inszenierung

Ria Papadopoulou
Bühne

Janin Lang
Kostüme

Clemens Gutjahr
Musik

Pascal Merighi
Choreografie

INFOS & TERMINE

Der Zauberberg

von Thomas Mann

Eigentlich wollte er nur drei Wochen bleiben, am Ende werden es sieben Jahre: Hans Castorp, der seinen Cousin im Sanatorium in der Schweiz besucht, gerät zunehmend in den Sog der besonderen Atmosphäre dieses Ortes in den Bergen. Er verlängert seinen Aufenthalt immer wieder. Der Alltag der Tuberkulosepatienten in Davos folgt einem eigenen Rhythmus und scheint der Welt entrückt zu sein. Die Kranken haben nichts vor, Zeit verstreicht hier anders als im Flachland, und im Angesicht von Vergänglichkeit und Tod entwickeln sich philosophische Gespräche und amouröse Verstrickungen.

Thomas Manns Roman von 1924 beschreibt eine Parallelwelt zur gesellschaftlichen Realität. Die Geschichte spielt kurz vor dem Ersten Weltkrieg.

Das Team um Regisseur Henri Hüster interessiert sich für die Wahrnehmung von Zeit, die unserem Gefühl während der aktuellen Pandemie nahekommt. Stillstand, Isolation, Ereignislosigkeit, aber auch die Wiederkehr bestimmter Rituale sind dafür kennzeichnend. Das Inklusive Schauspielstudio und das Schauspielensemble
werden zu einem erzählenden Körper.

Uraufführung: Sa. 20. Mai 2023
Theater am Engelsgarten

von Thomas Mann
Uraufführung
Theaterfassung von Henri Hüster

Henri Hüster
Inszenierung

Hanna Rode
Bühne & Kostüme

Vasna Aguilar
Choreografie

Florentin Berger-Monit & Johannes Wernicke
Musik

INFOS & TERMINE

Dream on - Stadt der Träume

von Anna-Elisabeth Frick, Peter Wallgram & Team

Das Wort »Träume« spannt einen weiten Bogen: vom Nachttraum, in dem unser Gedächtnis Erlebtes verarbeitet über Tagträume bis hin zu unseren ganz konkreten Wünschen für uns selbst in der Zukunft und Utopien für die Gesellschaft.

Wovon träumt Wuppertal? Das Schauspiel Wuppertal will dieser Frage in Kooperation unter anderem mit LOCH in all seinen Facetten nachgehen.

Das Publikum erwartet ein »Festival der Träume«: Rund um den ganz speziellen Theaterabend ›Dream On‹ werden wir ganz nah am Publikum das Traumzentrum der Stadt sein. Dabei darf auch ein ganz wichtiger Punkt nicht vergessen werden: der Traum als Rausch, in dem der Alltag Pause hat und wir gemeinsam durch die Nacht feiern.

Anna-Elisabeth Frick und Christian Blechschmidt arbeiten zum dritten Mal in Wuppertal. Zuletzt konnten sie mit ihrem außergewöhnlichen, gleichermaßen poetischen wie politischen Zugriff auf ›Dantons Tod‹ begeistern.

Premiere: Sa. 29. April 2023

Eine traumhafte Stadtvermessung
von Anna-Elisabeth Frick, Peter Wallgram & Team
In Kooperation mit LOCH

Anna­-Elisabeth Frick
Inszenierung

Christian Blechschmidt
Bühne & Kostüme

INFOS & TERMINE

Theaterlabor

Ein Ensembleprojekt

Nach seinen Wuppertaler Inszenierungen von ›Romeo und Julia‹ (2020) und ›Faust‹ (2021) entwickelt Regisseur Nicolas Charaux mit Mitgliedern des Schauspielensembles seine Theatersprache und poetische Ausdrucksform weiter.

Nicolas Charaux
Inszenierung

INFOS & TERMINE

Rampenschau

Ein Szenenabend des Inklusiven Schauspielstudios

Sie fragen sich, was die Mitglieder unseres Inklusiven Schauspielstudios alles lernen, wenn sie nicht gerade in einer unserer Produktionen auf der Bühne stehen?

In ihren Szenenabenden präsentieren die Studiomitglieder Ihnen, woran sie im Unterricht aktuell feilen. Gemeinsam mit ihren Dozierenden Dörte Bald, Tina Hermann, Henner Kallmeyer, Anna Wehsarg, Konrad Wolf und weiteren entwickeln sie immer wieder neue Programme aus Monologen, Dialogen, Tanz, Gesang und vielem mehr – ein exklusiver Einblick in ihre Arbeit!

Die Studiomitglieder Tim Alberti, Aline Blum, Flora Li und Nora Krohm freuen sich über Ihre Neugierde und darauf, an die Rampe zu treten und Ihnen zu zeigen, was sie können

Faust

von Johann Wolfgang von Goethe

»Die literarische Lebensweisheit ist roter Faden einer frischen, witzigen, manchmal skurrilen und immer wieder tiefgehenden Inszenierung des Schauspiel Wuppertal. ... Dabei wird dem Klassiker der Nimbus der Anbetung genommen, sodass er nahbar, aber nicht lächerlich wird. Diese Aufführung ... trifft ins Schwarze. ... (Wieder)Anschauen der Inszenierung lohnt.« Westdeutsche Zeitung

Wiederaufnahme: Sa. 27. August 2022
Theater am Engelsgarten

Nicolas Charaux
Inszenierung

Pia Maria Mackert
Bühne & Kostüme

INFOS & TERMINE

Stella

von Johann Wolfgang von Goethe

Stella hängt der Liebesbeziehung mit Fernando nach, der sie vor Jahren verlassen hat. Auch Cäcilie, die mit ihrer Tochter Lucie anreist, trauert um ihren verschwundenen Ehemann. Stella will Lucie in ihre Dienste nehmen und bittet auch Cäcilie zu bleiben. Doch als plötzlich Fernando auftaucht, stellt sich heraus: Beide Frauen lieben denselben Mann. Muss das tragisch enden oder gibt es eine utopische Lösung, etwa in Form einer Ménage-à-trois?
 

Wiederaufnahme: Sa. 17. September 2022
Theater am Engelsgarten

Ein Schauspiel für Liebende
von Johann Wolfgang von Goethe
Koproduktion mit dem Théâtre National du Luxembourg

Stefan Maurer
Inszenierung

Luis Graninger
Bühne & Kostüme

INFOS & TERMINE

 

Die Drei Schwestern

von Anton Tschechow

Olga, Mascha und Irina drohen in der Kleinstadt zu versauern und trauern den schönen Zeiten nach, als ihr Vater noch lebte, das Haus voller Gäste war und sie in der Metropole, in Moskau, aufwuchsen. Doch weder eine neue Arbeitsstelle noch eine neue Liebe können die drei Frauen aus der Ödnis eines Lebens voller Erinnerungen und unerfüllter Sehnsüchte erlösen.

In Zusammenarbeit mit dem Inklusiven Schauspielstudio
 

Wiederaufnahme: Sa. 1. Oktober 2022
Opernhaus

›Три сестры‹
von Anton Tschechow
Deutsch von Thomas Brasch

Henri Hüster
Inszenierung

Hanna Rode
Bühne & Kostüme

Vasna Aguilar
Choreografie

Florentin Berger-Monit & Johannes Wernicke
Musik

INFOS & TERMINE

Ex. Mögen die Mitspieler platzen

von Gabriel Calderón

Ana hat Fragen. An die Vergangenheit, an die Geschichte ihres Landes und an ihre Familie. Ihr Freund Tadeo, ein findiger Wissenschaftler, baut eine Zeitmaschine, dank der sich zum Weihnachtsessen alle verstorbenen und lebenden Familienmitglieder versammeln. Nun kann Ana endlich all ihre Fragen stellen ...

Wiederaufnahme: Sa. 12. November 2022
Theater am Engelsgarten

›Ex. Que revienten los actores‹
von Gabriel Calderón
Deutsch von Peter Wallgram

Jenke Nordalm
Inszenierung

Vesna Hiltmann
Bühne & Kostüme

INFOS & TERMINE

Nightradio - on the road again

von und mit Stefan Walz & Stefanie Smailes

In der dritten Auflage seiner Radioshow rockt Stefan Walz alias Aristoteles Buenaventura wieder musikalisch durch die Nacht und wird dabei tatkräftig unterstützt von »Alana La Peca«.

»Die Chemie stimmt zwischen Walz und Smailes. Auch musikalisch ergänzen die beiden sich. Wie aus einem Guss erscheinen die gemeinsamen Songs [...]. Die musikalische Bandbreite ist beachtlich. Walz und Smailes grooven, rocken, swingen, mal fetzig, mal romantisch.« Westdeutsche Zeitung

Die Hölle / Inferno

frei nach Dante Alighieri

»Das ist selten gesehenes akrobatisches, athletisches Theater und umso eindrucksvoller, als sich die physische Belastung zu keiner Sekunde auf sein feinnerviges Spiel, auf sein enormes Sprech und Ausdrucksvermögen auswirkt.«
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

 

frei nach Dante Alighieri
Deutsch von Kurt Flasch
Fassung von Thomas Braus

Johann Kresnik
Inszenierung

INFOS & TERMINE

Out! - Gefangen im Netz

Klassenzimmerstück von Knut Winkmann

»45 spannende Minuten, die von Schauspieler Kevin Wilke mit Bravour gemeistert werden ... Für weitere Spannung sorgt die temporeiche Inszenierung von Peter Wallgram. Einstimmig gibt es Schülerlob für die Inszenierungsform: ›Das ist viel spannender, man wird direkt mit einbezogen, ganz anders, als wenn man im Theater sitzt‹.«
Westdeutsche Zeitung

Mit diesem Klassenzimmerstück kommt das Schauspiel Wuppertal in die Schulen. Die Aufführung beinhaltet eine anschließende Diskussion mit dem Schauspieler Kevin Wilke und der begleitenden Theaterpädagogin Charlotte Arndt.
 

Schulen, die an einer Vorstellung interessiert sind, melden sich direkt bei Theaterpädagogin Charlotte Arndt per ›E-Mail oder telefonisch unter +49 202 563 7646.

Peter Wallgram
Inszenierung

Das Gespenst von Canterville

frei nach ›The Canterville Ghost‹ von Oscar Wilde

Schloss von Canterville 2022. Armer Sir Simon! Als nach 40 Jahren Leerstand endlich wieder Menschen ins Schloss von Canterville einziehen, sind es ausgerechnet eine amerikanische Wissenschaftlerin und ihre Influencerinnen-Töchter. Kamerablitze, TikTok-Videos, wissenschaftliche Experimente – alles Hexenwerk und definitiv zu viel für den altmodischen Geist, der am liebsten das Weite suchen würde. Doch ein Fluch fesselt ihn unumkehrbar an das Schloss. Ein Glück, dass auch Virginia zur Familie gehört und der Geschichte auf den Grund gehen will …

Ein Jahr lang entwickelten die 13 – 80-jährigen Teilnehmer_innen des Theater der Generationen gemeinsam eine eigene Fassung des berühmten Wilde-Klassikers und holen die Geschichte ins »Hier und Jetzt«. Entstanden ist eine heiter-schaurige Inszenierung zwischen Witz und Tiefe, Vergangenheit und Gegenwart, Diesseits und Jenseits.

Eine Produktion von Theater der Generationen

Premiere: Sa. 20. August 2022
Theater am Engelsgarten

frei nach ›The Canterville Ghost‹ von Oscar Wilde
Fassung von Charlotte Arndt & dem Ensemble des
Theater der Generationen

Charlotte Arndt
Inszenierung

INFOS & TERMINE

Wo die wilden Kerle wohnen

nach Maurice Sendak

Max hat wieder zu wild getobt und muss ohne Abendessen ins Bett. Doch zum Glück hat er eine blühende Fantasie, die ihn in eine dschungelartige Welt katapultiert. Er begibt sich auf eine spannende Reise ins Land, in dem die wilden Kerle wohnen. Sie sehen ziemlich bedrohlich aus, doch Max begegnet ihnen in dieser unbekannten Welt ganz selbstbewusst und mutig. Und schon bald wollen die wilden Kerle Max zu ihrem König ernennen ...

Das Bilderbuch von Maurice Sendak bildet die Grundlage für einen Theaterabend, an dem sich das GLANZensemble aus verschiedenen Blickwinkeln der Frage nähert, wie wir aus dem durch Strukturen und Erwartungen geprägten Alltag ausbrechen können. Gemeinsam begeben sich die Darsteller_innen auf eine fantasievolle Suche nach dem wilden Kerl in sich selbst.

 

Premiere: Do. 9. März 2023
Theater am Engelsgarten

Eine Produktion von GLANZSTOFF – Akademie der inklusiven Künste e.V.

Kristina Runde
Inszenierung

INFOS & TERMINE

 

Sinfonie
Orchester
2022/23

Nordlichter

1. Sinfoniekonzert

So. 11. September 2022, 11 Uhr
Mo. 12. September 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


EDVARD GRIEG – ›Peer Gynt‹-Suite Nr. 1 op. 46
GEIRR TVEITT – Konzert für Hardangerfiedel Nr. 2 ›Drei Fjorde‹
JEAN SIBELIUS – Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39


 

Ragnhild Hemsing
Hardangerfiedel

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Tabita Berglund
Dirigentin

Das 1. Sinfoniekonzert bringt Sie den Nordlichtern näher und legt zunächst einen Halt in Norwegen ein. Erinnern Sie sich noch an die Jubiläumsspielzeit vor zehn Jahren? Sie durften das Programm eines Sinfoniekonzerts wählen und Edvard Griegs ›Peer Gynt‹-Suite erreichte einen Platz unter den ersten Drei. 

In diesem Konzert wird Ihr Wahl-Hit des Norwegers verknüpft mit norwegischer Volksmusik, denn in Geirr Tveitts Violinkonzert finden sich nicht nur volksmusikalische Elemente, sondern auch ein besonderes Instrument: die Hardangerfiedel. Diese zeichnet sich einerseits durch ihr geschmücktes Aussehen aus, weist darüber hinaus aber auch bauliche Besonderheiten auf. So hat sie neben den vier Spielsaiten weitere Resonanzsaiten, die beim Spielen mitschwingen. Natürlich bedarf es hierfür einer Spezialistin, die mit der Norwegerin Ragnhild Hemsing nicht passender besetzt sein könnte. Die junge Violinistin spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Violine und Hardangerfiedel.

Die 1. Sinfonie des Finnen Jean Sibelius unter der Leitung der Norwegerin Tabita Berglund rundet das skandinavische Programm ab.

Facetten der Romantik

2. Sinfoniekonzert

So. 16. Oktober 2022, 11 Uhr
Mo. 17. Oktober 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


KRZYSZTOF MEYER – ›Hommage à Brahms‹ op. 59
JOHANNES BRAHMS – ›Variationen über ein Thema von Haydn‹ op. 56a
FRANZ SCHUBERT – Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 ›Große C-Dur-Sinfonie‹

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Dmitri Jurowski
Dirigent

Der aus einer russischen Musikerdynastie stammende Dmitri Jurowski eröffnet das Konzert mit einem Werk des 1943 in Polen geborenen Komponisten, Pianisten und Musikwissenschaftlers Krzysztof Meyer. In dessen ›Hommage à  Brahms‹, die gleich mit einem Zitat aus Brahms’ 1. Sinfonie beginnt, lassen sich Meyers Verehrung des Romantikers Brahms, aber auch die Nähe zu seinem Freund Dmitri Schostakowitsch heraushören.

Kurz vor seiner 1. Sinfonie tastete sich Brahms mit seinen ›Variationen über ein Thema von Haydn‹ an die sinfonische Großform heran. Achtmal verarbeitete er ein außergewöhnliches, da fünftaktiges, Choralthema des »Chorale St. Antoni« – die Urheberschaft Haydns bezüglich des Chorals ist aus heutiger Sicht jedoch umstritten.

Robert Schumann schrieb 1840 in seiner »Neuen Zeitschrift für Musik« über Franz Schuberts 8. Sin-fonie: »Wer diese Sinfonie nicht kennt, kennt noch wenig von Schubert.«. Was hätte dieser Sinfonie noch alles folgen können, wäre Schubert nicht kurz darauf viel zu jung verstorben?

Heimweh

3. Sinfoniekonzert

So. 13. November 2022, 11 Uhr
Mo. 14. November 2022, 14 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

FRANK TICHELI – ›Rest‹
WOLFGANG AMADEUS MOZART– Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur KV 299
JOHANNES BRAHMS – Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98


Catarina Laske-Trier
Flöte

Manuela Randlinger-Bilz
Harfe

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Carl St. Clair
Dirigent

Der US-Amerikaner Frank Ticheli ist in hiesigen Konzertprogrammen bisher wenig vertreten. Sein aus Louisiana stammender Kollege am Dirigentenpult, Carl St. Clair, hat Ticheli bereits aufgenommen und bringt eines seiner Werke für Streichorchester mit nach Wuppertal. ›Rest‹ (2010) ist die Bearbeitung seines zehn Jahre zuvor entstandenen Chorwerks. 

Freuen Sie sich nach vielen internationalen Gästen auf Musikerinnen aus dem Tal: Catarina Laske-Trier und Manuela Randlinger-Bilz sind langjährige Mitglieder des Sinfonieorchesters und treten nach unzähligen Auftritten innerhalb ihres Orchesters erstmals gemeinsam an den Bühnenrand. Die Solo-Flötistin und Solo-Harfenistin haben sich für Mozarts Konzert C-Dur KV 299 entschieden. Das Auftragswerk für einen »Comte de Guines« kommt virtuos, elegant und galant daher – genau passend für die Pariser Gesellschaft seiner Zeit und das Wuppertaler Publikum von heute.

Über Brahms’ 4. Sinfonie schüttelte selbst seine sonst so wohlwollende Kritikerin Clara Schumann zunächst den Kopf. Seine durchbrochen-thematische Arbeit war zu gewagt. Kurz vor seinem Tod durfte Brahms jedoch noch die bis heute anhaltende Begeisterung des breiten Publikums für seine Vierte erleben.

An Bord

4. Sinfoniekonzert

So. 11. Dezember 2022, 11 Uhr
Mo. 12. Dezember 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


FRANZ SCHREKER – Sinfonisches Zwischenspiel zur Oper ›Der Schatzgräber‹
DANÍEL BJARNASON – Percussion-Konzert
SERGEJ PROKOFJEW – Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100


Martin Grubinger
Percussion

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

Mit dem 4. Sinfoniekonzert steigt Generalmusikdirektor Patrick Hahn an Bord der Konzertreihe. Er eröffnet sein Programm mit dem Sinfonischen Zwischenspiel zur Oper ›Der Schatzgräber‹ seines Landsmannes Franz Schreker, der seinerzeit zu den meistaufgeführten Komponisten noch vor Richard Strauss gehörte.

Anschließend erreicht ein Rhythmus-Sturm die Historische Stadthalle Wuppertal: Einer der berühmtesten Schlagzeuger und Perkussionisten, der ebenfalls aus Österreich stammende Martin Grubinger hat Daníel Bjarnasons Percussion-Konzert im Gepäck. Der Isländer Bjarnason studierte Klavier, Komposition und Dirigieren in Reykjavík und Freiburg und sorgt mit seinen Kompositionen weltweit für frischen Wind – sein Percussion-Konzert erfährt eine der ersten Aufführungen in der Historischen Stadthalle auf dem Johannisberg.

Sergej Prokofjew singt nach eigener Aussage mit seiner 5. Sinfonie ein »Lied auf den freien und glücklichen Menschen«. Wie frei dieser zum Ende des zweiten Weltkriegs in der sowjetischen Gesellschaft wirklich sein konnte, lässt sich aus heutiger in Demokratie lebender Sicht kaum nachfühlen.

Jetlag

5. Sinfoniekonzert

So. 15. Januar 2023, 11 Uhr
Mo. 16. Januar 2023, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


WOLFGANG AMADEUS MOZART – Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453
GUSTAV MAHLER – Sinfonie Nr. 1 D-Dur


ANGELA HEWITT
Klavier

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

Mit der Pianistin Angela Hewitt reist eine in allen Bereichen des Konzertbetriebs erfahrene Künstlerin nach Wuppertal, deren Aufmerksamkeit im 5. Sinfoniekonzert Mozarts Klavierkonzert Nr. 17 gilt. Es ist eines von 15 Klavierkonzerten, das innerhalb von fünf Jahren entstand und weniger durch seine Virtuosität als durch seine Intimität und Klangvielschichtigkeit besticht.

Rund 100 Jahre später entstand Mahlers 1. Sinfonie, deren Titel ›Titan‹ und Programmatik einer ›Symphonischen Dichtung in zwei Teilen‹ er nach ihrer Uraufführung 1889 zurückzog. Nichtsdestoweniger bleiben die einmal ausgesprochenen Satzbezeichnungen und musikalischen Zitate bis heute Grundlage für Diskussionen um das Werk.

Mit dem 5. Sinfoniekonzert geht das Sinfonieorchester Wuppertal on Tour. Am Mi. 18. Januar 2023 um 20 Uhr gastiert das Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Patrick Hahn in der Kölner Philharmonie.

Ozean
dampfer

6. Sinfoniekonzert

So. 12. Februar 2023, 11 Uhr
Mo. 13. Februar 2023, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


CÉSAR FRANCK – Sinfonie d-Moll
SERGEJ RACHMANINOW – Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30


ALEXEI VOLODIN
Klavier

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

César Francks d-Moll-Sinfonie, heute eines seiner populärsten Werke, wurde nach ihrer Uraufführung 1889 zunächst viele Jahre mit Unverständnis zur Seite gelegt. Ihr über weite Strecken hinweg düsterer Charakter und die thematische Arbeit mit sperrigen Elementen wie Halbtonschritten machten es dem Publikum einst schwer. Inzwischen wird sie als Aufbruch in eine neue Epoche ihrer Gattung auf Grund ebensolcher Elemente gefeiert.

Für das 3. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow ist unerwartet eine Reise mit dem Ozeandampfer nötig. Auf dieser musste der russische Pianist und Komponist auf einer stummen Klaviatur während der langen Überfahrt nach Amerika üben. Wenige Wochen später brachte er im November 1909 sein eigens für die dortige Tournee komponiertes Konzert in New York zur Uraufführung. Der an der Moskauer Gnessin Akademie ausgebildete Pianist Alexei Volodin wird für seinen sensiblen Anschlag hoch gelobt, den er auch bei Rachmaninows Konzert hören lässt.

Heldenfahrt

7. Sinfoniekonzert

So. 5. März 2023, 11 Uhr
Mo. 6. März 2023, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

UNSUK CHIN – ›subito con forza‹
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH – Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
LUDWIG VAN BEETHOVEN – Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ›Eroica‹

MARC COPPEY
Violoncello

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

NODOKA OKISAWA
Dirigentin

DirigentinDas Konzert beginnt mit asiatischer Frauen-Power: Die Japanerin Nodoka Okisawa wählt als Eröffnungswerk ›subito con forza‹ der aus Südkorea stammen-den Komponistin Unsuk Chin. In diesem erst drei Jahre alten Werk setzt sie sich zum Beethoven-Jahr 2020 in ihrer eigenen Klangsprache mit dem Großmeister auseinander.

Der französische Cellist Marc Coppey wurde erst rund zehn Jahre nach der Uraufführung von Schostakowitschs 1. Cellokonzert (1959) geboren, ist dem Werk jedoch trotzdem auf besondere Weise verbunden. Als Protégé der Cello-Legende Mstislaw Rostropowitsch, Solist der Uraufführung und gleichzeitig Widmungsträger des Konzerts, lernte er dieses quasi aus erster Hand kennen. 

In den Jahren 1802 / 03 musste Beethoven sich mit seiner nicht mehr aufzuhaltenden Ertaubung auseinandersetzen. Die dadurch ausgelöste Lebenskrise therapierte er mit der sinfonischen Umsetzung des Prometheus-Stoffes aus seinem Ballett op. 43. Die in diesem verarbeitete aufklärerische Idee der Erzeugung eines neuen Menschenbildes unter Ablehnung von Gewalt und die oft zitierte später zurückgezogene Widmung an Napoleon sind jedoch nur ein Teil des Mythos der ›Eroica‹.

Lebensreise

8. Sinfoniekonzert

So. 2. April 2023, 11 Uhr
Mo. 3. April 2023, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


JEAN-FÉRY REBEL – ›Les Éléments‹
GYÖRGY LIGETI – ›Atmosphères‹
BERND ALOIS ZIMMERMANN – ›Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne‹ für zwei Sprecher und Bariton

BO SKOVHUS
Bariton

VALENTIN LEWISCH
szenische Konzeption

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

Jean-Féry Rebel muss man sich kurz ins Gedächtnis rufen, hört man das französisch-barocke Multitalent doch viel zu selten. Der Schüler Lullys war zunächst Geiger, später auch Dirigent und königlicher Kammerkomponist. ›Les Éléments‹ beginnt für das Jahr 1737 zukunftsweisend mit einer clusterhaften Beschreibung des »Chaos«, es markiert die Entstehung der Welt.

Ligetis ›Atmosphères‹ geht einen Schritt weiter und findet eine Klangsprache zur Umschreibung des Ist-Zustands der Welt. Dabei löst der Komponist das tradierte strukturelle und motivisch-thematische Arbeiten auf, wodurch die Musik scheinbar formlos im Raum schwebt.

Mit ›Ich wandte mich und sah an alles Unrecht‹ vollendete Zimmermann nur fünf Tage vor seinem Freitod 1970 sein monumentales letztes Werk. Diese allzu selten im Spielplan anzutreffende ›Ekklesiastische Aktion‹ mit Texten aus der Bibel und von Dostojewski ist Ausdruck seiner Verzweiflung über das ewige Leiden der Menschen und birgt nach dem Ent-stehen (Rebel) und dem Be-stehen der Welt (Ligeti) eine beeindruckende Kulmination in der Darstellung ihrer Zerstörung (Zimmermann).

Heimkehr

9. Sinfoniekonzert

So. 7. Mai 2023, 11 Uhr
Mo. 8. Mai 2023, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


WOLFGANG AMADEUS MOZART – Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
RICHARD WAGNER – ›Die Walküre‹ 1. Akt (konzertant)


SIMONE SCHNEIDER
Sopran (Sieglinde)

BENJAMIN BRUNS
Tenor (Siegmund)

KURT RYDL
Bass (Hunding)

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

Mozarts Sinfonie Nr. 39 ist die erste von drei Sinfonien seiner letzten Sinfonien-Gruppe, die er innerhalb weniger Wochen im Sommer 1788 komponierte. Aus Mangel an Wissen über ihre Entstehung wird ihnen oft ein vermächtnishafter Charakter zugesprochen. Mozart starb jedoch erst drei Jahre später. Seinen Tod wird er 1788 nicht vorausgeahnt haben, und so handelte er doch wohl eher aus finanzieller Not heraus, und hoffte mit den Werken die Gunst des Wiener Publikums und ein finanzielles Polster zurückzuerlangen.

Für den Weltstar Kurt Rydl ist sein Auftritt in Wuppertal Konzertreise und Heimkehr zugleich, ist er doch familiär eng mit der Stadt verbunden. Auch die Sopranistin Simone Schneider, vielfache Interpretin des jugendlich-dramatischen Fachs, insbesondere von Wagner, stammt nicht weit entfernt aus Hagen. Zusammen mit Benjamin Bruns (Tenor), ebenfalls Wagner-Spezialist der Bayreuther Festspiele, bilden sie die perfekte Besetzung für eine konzertante Aufführung des 1. Akts von Richard Wagners Oper ›Die Walküre‹.

Verführung

10. Sinfoniekonzert

So. 4. Juni 2023, 11 Uhr
Mo. 5. Juni 2023, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


ALBAN BERG – ›Sieben frühe Lieder‹ für Sopran und Orchester
RICHARD STRAUSS – ›Tanz der sieben Schleier‹ & Schlussgesang aus der Oper ›Salome‹
FLORENT SCHMITT – ›La Tragédie de Salomé‹ op. 50


MARLIS PETERSEN
Sopran

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

Die Sopranistin Marlis Petersen erhielt ihre vierte (!) Auszeichnung zur »Sängerin des Jahres« 2020 unter anderem für die Interpretation der Salome am Theater an der Wien. In eben dieser Rolle begeistert sie uns im 10. Sinfoniekonzert. Das Orchester bildet mit Salomes ›Tanz der sieben Schleier‹ den Auftakt zu ihrem Schlussrausch in der gleichnamigen Oper von Richard Strauss. In Alban Bergs ›Sieben frühe Lieder‹ wechselt Marlis Petersen zwischen romantischen und atonalen Klängen. Dabei interpretiert sie sieben Gedichte von Theodor Storm bis Rainer Maria Rilke.Alle Werke dieses Programms stammen aus dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, so auch Florent Schmitts Sinfonische Dichtung ›La Tragédie de Salomé‹. Die Ähnlichkeit zu Igor Strawinskys ›Le Sacre du Printemps‹, im Abstand von nur zwei Wochen ebenso 1913 im Pariser Champs-Élysées Theater uraufgeführt, ist nicht zu verkennen – Strawinsky war jedenfalls begeistert von dem Werk, wie er in einem Brief an Florent Schmitt vom 23. Februar 1912 mitteilte: »God, how fine it is! It is one of the greatest masterpieces of modern music«.

Liebe

Benefizkonzert

Mo. 3. Oktober 2022, 11 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

CLAUDE DEBUSSY – ›Prélude à l’après-midi d’un faune‹
WOLFGANG AMADEUS MOZART – Sinfonia Concertante für Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 297b
RICHARD WAGNER – Vorspiel zu ›Tristan und Isolde‹
ALEXANDER SKRJABIN – ›Le Poème de l’Extase‹ op. 54

ANDREAS HEIMANN
Oboe

SELINA LOHMÜLLER
Klarinette

KARSTEN HOFFMANN
Horn

ALVARO PESTAÑA DIEZ
Fagott

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

Das Benefizkonzert widmet sich musikalisch unterschiedlichen Konzepten der Liebe. Zunächst geht es in Debussys impressionistischer Darstellung in ›Prélude à l’après-midi d’un faune‹ um die Reue der Begierde, erzählt durch einen Flöte spielenden Faun. Demgegenüber steht die oft nüchterne Form der Liebesverbindung zu politischen Zwecken, der im Fall von Wagners Oper ›Tristan und Isolde‹ jedoch eine wahre Liebe zu Grunde liegt.

Es wird die Tradition fortgesetzt, dass sich Orchestermusiker im Benefizkonzert solistisch präsentieren. Ob die Sinfonia Concertante KV 297b nun wirklich aus Mozarts Feder stammt oder sie seine Bearbeitung eines anderen Werks von ihm ist? Genießen Sie davon unabhängig mit gleich vier Solist_innen aus dem Orchester die geballte Wuppertaler Klangqualität!

Skrjabin stellt in ›Le Poème de l’Extase‹ das sein Schaffen durchziehende Generalthema vor, die »Idee der Macht des Menschen«. Sein Werk besticht durch einen großen Orchesterapparat, der besonders in der fulminanten Schlusssteigerung zur Geltung kommt, die das Zusammenschließen der menschlichen Kräfte musikalisch umschreibt.

Das Benefizkonzert findet statt zugunsten der ›Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.‹.

Jubiläumsfahrt

Jubiläumskonzert

Mi. 26. Oktober 2022, 19.30 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


JOHANNES BRAHMS – ›Ein deutsches Requiem‹ op. 45


INA YOSHIKAWA
Sopran

THOMAS LASKE
Bariton

KONZERTCHOR DER VOLKSBÜHNE WUPPERTAL

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

​​​​​​​THORSTEN PECH
Dirigent

Der Konzertchor Wuppertal feierte 2020 sein 70-jähriges Bestehen. 1950 hervorgegangen aus mehreren Volks- und Oratorienchören seiner Heimatstadt, hat er sich inzwischen zur festen Größe entwickelt, dessen Repertoire vom Oratorium bis zum A-Cappella-Gesang reicht. Die Konzerte mit dem Sinfonieorchester Wuppertal in der Historischen Stadthalle auf dem Johannisberg bilden die Höhepunkte der jeweiligen Saison und so muss folgerichtig in dieser Besetzung unter der Führung des seit 2003 amtierenden musikalischen Leiters Thorsten Pech gefeiert werden. Das Jubiläumskonzert des bis vor kurzem unter dem Namen Konzertchor der Volksbühne fungierenden Ensembles wurde pandemiebedingt auf diese Spielzeit verschoben.

Johannes Brahms legte rund 100 Jahre vor der Chorgründung sein ›Deutsches Requiem‹ vor. Der Blick seiner Totenmesse verharrt erstmals nicht im Fegefeuer, sondern nimmt mit auf eine hoffnungsvolle Jubiläumsfahrt, die nicht das Leid, sondern den Mensch an sich ins Zentrum stellt.

Tickets für diese Veranstaltung sind erhältlich unter wuppertal-live.de

Reisefieber

Neujahrskonzert

So. 1. Januar 2023, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


RICHARD STRAUSS – ›Don Juan‹ op. 20
ERICH WOLFGANG KORNGOLD – Violinkonzert D-Dur op. 35 
JOHANN STRAUSS SOHN – Intermezzo aus ›Tausend und eine Nacht‹
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH – Suite für Varieté-Orchester
GEORGE GERSHWIN – Ouvertüre aus dem Musical ›Girl Crazy‹


LEIA ZHU
Violine

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

Während sich Neujahrskonzerte gerne mit einem Strauß voll Strauß reisetechnisch auf der Stelle bewegen, beginnt 2023 im internationalen Reisefieber. Patrick Hahn startet klanggewaltig mit Richard Strauss’ Sinfonischer Dichtung über den Schwerenöter ›Don Juan‹, bevor es mit Erich Wolfgang Korngold nach Hollywood geht. Das Violinkonzert des aus dem heutigen Tschechien stammenden Komponisten entstand nach seiner Auswanderung. Seine Nähe zur Filmmusik, er arbeitete für Warner Brothers, wird auch in seinem Violinkonzert deutlich. Er verarbeitete gleich mehrere Zitate seiner Filmmusiken. Die als ›violin girl‹ bekannt gewordene Violinistin Leia Zhu fegt schon seit einigen Jahren mit wunderkindhafter Spielfreude über das internationale Parkett. Inzwischen im Teenageralter angekommen, hat sie sich das Repertoire ihrer Vorgänger_innen bereits umfassend erarbeitet.

Mit Johann Strauß’ Intermezzo aus der Operette ›Tausend und eine Nacht‹ streift das Orchester im Folgenden Österreich, um gleich nach Russland weiterzureisen, dort Dmitri Schostakowitsch einmal im zirkushaften Varieté-Gewand zu erleben, und nach einem letzten Langstreckenflug im amerikanischen Musical ›Girl Crazy‹ George Gershwins zu landen.

Inselfahrt

1. Chorkonzert

So. 20. November 2022, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


BENJAMIN BRITTEN – ›Four Sea Interludes‹ op. 33a
ANDREW LLOYD WEBBER – Requiem


JACQUELYN WAGNER
Sopran

BENJAMIN BRUNS
Tenor

N. N.
Knabensopran

KONZERTCHOR DER VOLKSBÜHNE WUPPERTAL


SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

Ein Chorkonzert ohne Bach oder Barock – Generalmusikdirektor Patrick Hahn lädt zu einer erfrischend anderen musikalisch-englischen »Tea Time« aus dem 20. Jahrhundert: Es beginnt rein instrumental mit Benjamin Brittens Auskopplung der vier Meeres-Zwischenspiele aus seiner Oper ›Peter Grimes‹. Die Sätze ›Dawn‹, ›Sunday Morning‹, ›Moonlight‹ und ›Storm‹ beschreiben die Seebilder der tragischen, im englischen Fischer-Milieu angelegten ersten Oper Brittens. Die ›Four Sea Interludes‹ kulminieren in einem tosenden Schluss-Sturm, der die beherrschen-de Kraft des Meeres widerspiegelt. 

Andrew Lloyd Webber, ebenfalls Brite, verorten selbst Musikinteressierte meist ausschließlich bei seinen Musicalwelterfolgen. Von ihm stammt ein beachtenswertes Requiem auf liturgischen Text aus dem Jahre 1984 anlässlich des Todes seines Vaters. Vor allem das berühmte ›Pie Jesu‹ für Knabensopran und Sopran berührt tief.

Schlittenfahrt

2. Chorkonzert

So. 25. Dezember 2022, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY – ›Magnificat in D‹ & Weihnachtskantate ›Vom Himmel hoch‹
CAMILLE SAINT-SAËNS – ›Oratorio de Noël‹ op. 12


VERONIKA SEGHERS
Sopran

IRIS MARIE SOJER
Mezzosopran

N. N.
Alt

SANGMIN JEON
Tenor

N. N.
Bariton

CHOR DER KONZERTGESELLSCHAFT WUPPERTAL E. V.

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

BENJAMIN REINERS
Dirigent

Die diesjährige konzertante Schlittenfahrt wird eingeleitet mit dem Werk eines gerade einmal 13-Jährigen: Felix Mendelssohn Bartholdys ›Magnificat‹ aus dem Jahr 1822. 

Im Folgenden wird es immer weihnachtlicher. Über Mendelssohns Choralbearbeitung des Lutherschen Weihnachtsklassikers ›Vom Himmel hoch‹ wird mit einem Weihnachtsoratorium der Konzerthöhepunkt am 1. Weihnachtsfeiertag erreicht. Dabei handelt es sich jedoch wider Erwarten nicht um gleichnamiges Werk von Johann Sebastian Bach, sondern um die deutlich kürzere Version des Franzosen Camille Saint-Saëns. Diese komponierte der damalige Organist der renommierten Pariser ›Église de la Madeleine‹ im Dezember 1858 in weniger als zwei Wochen. Interessant ist Saint-Saëns’ Besetzung, er verzichtet auf Bläser_innen, setzt dafür aber gleich fünf Solist_innen ein – opernhafte Weihnachten!

Und wer selbst gerne mitsingen möchte, wird dazu bei einem gemeinsamen Weihnachtslied mit dem ganzen Saal die Möglichkeit haben – je nach pandemischer Lage.

Wallfahrt

3. Chorkonzert

So. 14. Mai 2023, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

WOLFGANG AMADEUS MOZART – ›Litaniae de venerabili altaris Sacramento‹ Es-Dur KV 243
FRANZ SCHUBERT – Messe Nr. 5 As-Dur D 678


THERESA PILSL
Sopran

TYLVIA RENA ZIEGLER
Mezzosopran

JÖRG DÜRMÜLLER
Tenor

SIMON STRICKER
Bariton

CHOR DER KONZERTGESELLSCHAFT WUPPERTAL E. V.

KONZERTCHOR DER VOLKSBÜHNE WUPPERTAL

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

KATHARINA MÜLLNER
Dirigentin

Die Litanei ist in der Liturgie der katholischen Kirche ein Bittgebet oder Bittgesang zwischen Vorbeter und der Gemeinde, welche im Wechsel Gott anrufen. Mozart komponierte neben zahlreichen liturgischen Werken, allen voran seinem zu vielen Anlässen verwendeten Requiem, auch vier Litaneien. Unter der Leitung der jungen Wienerin Katharina Müllner fungieren der Chor der Konzertgesellschaft und der Konzertchor Wuppertal als Gemeinde, diese wird durch die im übertragenen Sinne solistischen Vorbeter Theresa Pilsl (Sopran), Sylvia Rena Ziegler (Mezzosopran), Jörg Dürmüller (Tenor) und Simon Stricker (Bariton) vervollständigt.

»Wer Musik liebt, kann nie ganz unglücklich werden.«, so lautete die Devise Franz Schuberts. Doch wenn man von derselben leben muss, kann diese Liebe verhängnisvoll werden. Und so hatte er große Erwartungen an seine Messe in As-Dur, und versuchte mit ihr als Referenz erneut eine feste Anstellung zu erwerben. Die Position des Vizehofkapellmeisters in Wien bekam Schubert nicht, zu kühn war allein schon die strukturelle Anlage der Tonarten in den verschiedenen Messteilen. Stellenweise fächert er den Chor bis zur Achtstimmigkeit auf. Das soll nicht den Hörerwartungen des Kaisers entsprochen haben.

Tal-Blick

Uptown Classics /1

Fr. 16. September 2022, 19:30 Uhr
Vereinsheim des CVJM Langerfeld
Sa. 17. September 2022, 18 Uhr
codeks Arena


WOLFGANG AMADEUS MOZART – Violinkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216
WOLFGANG AMADEUS MOZART – Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550


SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

NIKOLAI MINTCHEV
Violone und musikalische Leitung

Zu Beginn der Konzertreihe legt sich der erste koordinierte Konzertmeister des Sinfonieorchester Wuppertal und musikalische Leiter dieses Konzerts Nikolai Mintchev ein reines Mozartprogramm auf das Griffbrett. Dabei tritt er selbst als Solist bei Mozarts Violinkonzert G-Dur in den Vordergrund. Mozart widmete sich der Violine als Solo-Instrument fast ausschließlich nur in einem Jahr, 1775, überholte die Gattung des Violinkonzerts in dieser Zeit jedoch abschließend. Innerhalb von nur fünf Konzerten er-arbeitete er einen neuen Umgang mit Themen und der Balance von Orchester und Soloinstrument, der das Barockzeitalter hinter sich ließ.

Mozarts Sinfonie Nr. 40 findet ihre Besonderheit einmal nicht in der sonst üblichen strahlenden Leichtigkeit, sondern in einer für ihn untypischen Melancholie. Allein ihre Tonart g-Moll lässt sich mit mehreren seiner Arien in Verbindung bringen, die allesamt für Schmerz und Trauer stehen. Auch in den Ecksätzen will sich diese Stimmung nicht recht auflösen. Mozarts Musik muss jedoch nicht immer fröhlich sein, um zu begeistern. 

Tal-Fahrt

Uptown Classics /2

Fr. 28. Oktober 2022, 19:30 Uhr
Friedhofskirche
So. 30. Oktober 2022, 18 Uhr
LWL- Industriemuseum Henrichshütte Hattingen


FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY – Streichersinfonie Nr. 10 h-Moll
JOHANN SEBASTIAN BACH – Konzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043
WOLFGANG AMADEUS MOZART – Serenade G-Dur KV 525 ›Eine kleine Nachtmusik‹


IVA MILETIC
Violine

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

NIKOLAI MINTCHEV
Violine und musikalische Leitung

Mit seinen zwölf Streichersinfonien durfte der junge Mendelssohn sich für die Hauskonzerte im Elternhaus ausprobieren – kompositorisch und auch am Dirigentenpult. Was eine Leistung des 12-14-Jährigen!

Das Doppelkonzert d-Moll von Bach ist eine einzige große Fuge, bei der die zwei Violinen wie aus einem Guss gleichberechtigt nebeneinander agieren. Ihre Stimmen sind dabei höchst anspruchsvoll ineinander verwoben, trotzdem kommen weder virtuose Momente, noch gesangliche Passagen zu kurz. Besonders im langsamen Satz braucht die Violine einen schier unendlichen Atem und Bogen – etwas, das ein Cembalo nicht bieten kann, weswegen die Version des Konzerts für zwei Cembali es nicht bis in heutige Konzertsäle geschafft hat.

Mozarts ›Eine kleine Nachtmusik‹ hat jeder im Ohr – wie schön, sie einmal nicht fetzenweise aus Werbung und Hit-Mix zu hören, denn in der Serenade G-Dur steckt mehr als nur naive Unterhaltungsmusik. In komprimierter Struktur und kleiner Besetzung setzt sie sich mit ihrer Gattung auseinander. Perfekt für ein Uptown Classic-Konzert!

Tal-Station

Uptown Classics /3

Fr. 24. Februar 2023, 19:30 Uhr
Evangelische Kirche Herzkamp
Sa. 25. Februar 2023, 17 Uhr
INSEL | KULTUR IM ADA


JOHANN CHRISTOPH FRIEDRICH BACH – Sinfonie Nr. 3 d-Moll WFV I:3
JOHANN SEBASTIAN BACH – Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050
CARL PHILIPP EMANUEL BACH – Konzert für Violoncello A-Dur Wq 172


N. N.
Violoncello

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

CLEMENS FLICK
Cembalo und musikalische Leitung

Das reine Bach-Programm von Clemens Flick würdigt zunächst den zweitjüngsten, weniger beachteten Johann Christoph Friedrich Bach. Dieser blieb zeitlebens, ähnlich wie später Joseph Haydn, einem Dienstherren verpflichtet und arbeitete sich dort vom einfachen Musiker zum Konzertmeister und Leiter der Hofkapelle hoch. Er stand unter dem Einfluss seiner italienischen Vorgänger am Hofe des Grafen Bückeburg, für den er unter anderem seine Sinfonie für Streicher und Basso continuo Nr. 3 in d-Moll komponierte.

Das Brandenburgische Konzert Nr. 5 besticht durch seine besondere Rolle des Cembalos, das stellenweise wie ein Soloinstrument behandelt wird. Bach komponierte ihm eine Solokadenz aus, die den üblicherweise begleitenden Basso continuo aus seiner untergeordneten Rolle deutlich herausholte. Bahnbrechend für die Musikgeschichte und oft als Beginn des späteren Klavierkonzerts gefeiert.

Bachs Sohn Carl Philip Emanuel arbeitete zur Zeit der Entstehung des Cellokonzerts A-Dur am Hofe Kaiser Friedrich II. in Berlin. Der begabte Regent erhielt eine Version des Konzerts für Flöte, vermutlich für sich selbst schrieb Bach es als Cembalokonzert um. Es ist jedoch die Version für Cello, gedacht für die Hofkapelle, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.

In Kooperation mit INSEL e. V. | Kultur im ADA

Tal-Ente

Uptown Classics /4

Fr. 9. Juni 2023, 19:30 Uhr
Nachbarschaftsheim Wuppertal e. V.
Sa. 10. Juni 2023, 20 Uhr
Skulpturenpark Waldfrieden


FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY – Violinkonzert d-Moll
CAROLINE SHAW – ›Entr’acte‹
JOSEPH HAYDN – Sinfonie Nr. 91 Es-Dur Hob. I:91


SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

TOMO KELLER
Violone und musikalische Leitung

Der Deutsch-Japaner Tomo Keller war u. a. Konzertmeister der Essener Philharmoniker und des Swedish Radio Symphony Orchestra, ist gefragter Solist und seit 2016 Leiter und Konzertmeister der renommierten Academy of St Martin in the Fields. Für Wuppertal kombiniert er ein interessantes Programm von Klassik bis hin zu Klängen des 21. Jahrhunderts. Zunächst tritt er als Solist bei Mendelssohns Konzert für Violine und Streichorchester in Erscheinung. Oft als das kleinere Jugendwerk weniger beachtet, steht dieses seinem berühmten Bruder in e-Moll in nichts nach. Besonders der letzte Satz reißt mit – dabei muss man sich vor Augen halten, dass Mendelssohn dieses Konzert mit gerade einmal dreizehn Jahren schrieb.

Die US-Amerikanerin Caroline Shaw hat viele Talente als Geigerin, Komponistin oder Sängerin und kennt dabei keine Genre-Grenzen. Vor allem als jüngste Preisträgerin des Pulitzerpreises 2013 erregte sie international Aufmerksamkeit. ›Entr’acte‹ ist eines ihrer Streichquartette, in dem sie sich mit Joseph Haydn auseinandersetzt.

Haydns Sinfonie Nr. 91 gehört zu den weniger populären Werken des Komponisten, zu wenig kontrastreich seien die Themen, zu ruhig und wenig mitreißend die Largo-Einleitung. Anlass, diesen Aussagen auf den Grund zu gehen. Haydn selbst muss seine Sinfonie mehr geschätzt haben, verkaufte er sie doch gleich an zwei Auftraggeber – obwohl jeder für sich die Exklusivität des Werks verlangte.

Tal-Brass

1. Kammerkonzert

Mo. 7. November 2022, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal


Werke von Claudio Monteverdi, Johann Christoph Pezel, Samuel Scheidt, Oskar Böhme, Viktor Ewald und Malcolm Arnold, u. a.


MARKUS CZIEHARZROBERT ESSIGCYRILL SANDOZGEORG STUCKE
Trompete

CSABA RABIROSSEN RUSINOV
Posaune

KARSTEN HOFFMANN
Horn

HARTMUT MÜLLER
Tuba und Moderation

Tal-Romantik

2. Kammerkonzert

Mo. 19. Dezember 2022, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal


JOHANN WILHELM WILMS – Klavierquartett F-Dur op. 30
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY – Klavierquartett f-Moll op. 2
ROBERT SCHUMANN – Klavierquartett Es-Dur op. 47


LIVIU NEAGU-GRUBER
Violine

OCTAVIA MARIA BUZGARIU-FABIENKE
Viola

VERA MILIĆEVIĆ
Violoncello

SOFJA GÜLBADAMOVA
Klavier

Tal-Feuer

3. Kammerkonzert

Mo. 20. März 2023, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal


Werke von Domenico Scarlatti, Astor Piazolla, Claude Debussy, Gabriel Pierné, Heitor Villa-Lobos und Jean Françaix


ULRIKE SIEBLER
Flöte

CAROLA SEIBT
Violine

FLORIAN GLOCKER
Viola

VERA MILIĆEVIĆ
Violoncello

MANUELA RANDLINGER-BILZ
Harfe

Tal-Musik

4. Kammerkonzert

Mo. 17. April 2023, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal


WOLFGANG AMADEUS MOZART – Klarinettenquintett A-Dur KV 581
JOHANNES BRAHMS – Klarinettenquintett h-Moll op. 115

SYLVESTER PERSCHLER
Klarinette

IVA MILETICNIKOLAI MINTCHEV
Violine

FLORIAN GLOCKER
Viola

HYEONWOO PARK
Violoncello

Tal-Serenade

5. Kammerkonzert

Mo. 15. Mai 2023, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal


LUDWIG VAN BEETHOVEN – Serenade für Streichtrio D-Dur op. 8
CARL NIELSEN – Bläserquintett op. 43
JOHANNES BRAHMS – Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11, Arr. für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass

Fischer-Tal

6. Kammerkonzert

Mo. 12. Juni 2023, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal


RALPH VAUGHAN WILLIAMS – Klavierquintett c-Moll
FRANZ SCHUBERT – ›Forellenquintett‹ D 677 op. 114


LIVIU NEAGU-GRUBER
Violine

JENS BROCKMANN
Viola

HYEONWOO PARK
Violoncello

ANDREW LEE
Kontrabass

MAKI HAYASHIDA
Klavier

Tal-Pfeife

1. Orgel-Akzent

So. 4. September 2022, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


WINFRIED BÖNIG
Orgel

Tal-Manual

2. Orgel-Akzent

So. 22. Januar 2023, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


CHRISTIAN SCHMITT
Orgel

Tal-Balg

3. Orgel-Akzent

So. 26. März 2023, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


ANDREAS HADERER
Trompete

DAVID TIMM
Orgel

Tal-Taste

4. Orgel-Akzent

So. 21. Mai 2023, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


ANGELA METZGER
Orgel