SPIELZEIT
2021/22

Oper
Schauspiel
Sinfonieorchester

Oper
2021/22

Julius Caesar

von Georg Friedrich Händel

Liebe und Leidenschaft, politische Wirren und  persönlicher Verrat, Intrige, Rache und Mord sind die Ingredienzien dieser barocken Heldenoper. 

Händel verwendet dabei einen melodiengeführten, authentischen Gefühls- und Stimmungsausdruck, mit dem er den musikalischen Emotionen seiner Zeit weit voraus ist. Denn das Aufeinandertreffen der antiken Figuren Caesar, Cleopatra und Ptolemäus bildet nur die historische Folie für ein hochemotionales Drama um Rache und die Verführbarkeit politischer Machtinhaber_innen. Nach der Ermordung des Pompeius und Caesars Einmarsch in Ägypten steht die ptolemäische Herrschaft dort auf tönernen Füßen. Ptolemäus’ Schwester Cleopatra wittert ihre Chance auf den Thron und greift in einer Verführungsszene, die einmalig in der Opernliteratur ist, zu besonderen Mitteln. Und auch die Hinterbliebenen des ermordeten Pompeius sinnen auf Rache ... 

Nach der Uraufführung in London 1724, bei der Händels Komposition für die Royal Academy of Music mit den glänzendsten Stimmen der Zeit besetzt war, erlebte die Oper eine lange Aufführungsserie, bevor sie etwas in Vergessenheit geriet. Seit mehreren Jahrzehnten kann das barocke Feuerwerk aber nun wieder an diese Erfolgstradition anknüpfen. Für Regie und Ausstattung zeichnen Immo Karaman und Fabian Posca verantwortlich, die nicht zuletzt durch ihre gefeierte ›La Bohème‹ Wuppertal noch in bester Erinnerung sind.

Premiere: Sa. 11. September 2021

Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Clemens Flick
Musikalische Leitung

Immo Karaman
Inszenierung und Bühne

Fabian Posca
Kostüme und Choreografie

Mit ›Share Your Opera‹

INFOS & TERMINE

Il canto s'attrista, perché?

von Salvatore Sciarrino

In diesem »missing link« zwischen den Iphigenie-Opern Christoph Willibald Glucks und der ›Elektra‹ von Richard Strauss kommt nun endlich auch einmal die betrogene Klytämnestra zu Wort. 

In Mykene erfährt man von der Rückkehr des Königs Agamemnon, der nach zehn Jahren Krieg Troja erobert hat und nun mit Kassandra als Sklavin und Mätresse nach Hause kommt. Seine Gattin Klytämnestra kann ihm weder die damalige Opferung ihrer Tochter Iphigenie noch den jetzigen Ehebruch verzeihen und nimmt furchtbare Rache. 

Salvatore Sciarrino ist nach mehreren Premieren  und Uraufführungen in den letzten Jahrzehnten in Wuppertal kein Unbekannter. Seine letzte Uraufführung ›Ti vedo, ti sento, mi perdo‹ wurde als eine Koproduktion der Staatsoper Unter den Linden  Berlin und der Mailänder Scala realisiert. Als einer der bedeutendsten zeitgenössischen italienischen Komponisten betrachtet er große Stoffe des  Theaters von einer anderen Warte. Nach Versionen von ›Macbeth‹ und ›Lohengrin‹ wendet er sich nun der antiken griechischen Literatur zu: der ›Orestie‹ des Aischylos.

Premiere: Fr. 22. Oktober 2021

Szenen nach Aischylos von Salvatore Sciarrino. Libretto vom Komponisten, Auftragswerk. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. 
Nachgeholte Deutsche Erstaufführung vom Mai 2020. Koproduktion der Uraufführung mit dem Stadttheater Klagenfurt.

JOHANNES WITT
Musikalische Leitung

Nigel Lowery
Inszenierung, Bühne und Kostüme

INFOS & TERMINE

 

Die Piraten

von Gilbert & Sullivan

Grundehrliche Piraten, verlogene Generäle, trottelige Polizisten und die Queen – das sind die Zutaten für diese Operette mit ihrem ganz eigenen britischen Humor.

Frederic ist nur durch ein Versehen Pirat geworden und harrt auf das anstehende Ende seines Piratenvertrags. Kaum in Freiheit, verliebt er sich in Mabel, eine der zahlreichen Töchter des hochgebildeten Generalmajors Stanley. Doch dann schlägt das Schicksal in Form eines Schaltjahrs zu. Einige absurde Verwicklungen weiter und nicht zuletzt dank der Queen kommt dann doch noch das Happy End. 

Das Autorenteam Gilbert & Sullivan kennt in der englischsprachigen Welt jede_r Theatergänger_in: Der abgründige Humor, verbunden mit leichter und eleganter Musik, garantiert bis heute volle Häuser. Der Filmemacher Mike Leigh benennt den Dramatiker William Schwenck Gilbert als den geistigen Vater des absurden Theaters und damit auch dessen, was heute als »englischer Humor« weltweit gefeiert wird. Für diese Übernahme aus der Musikalischen Komödie in Leipzig kehrt der für seine ›My Fair Lady‹ umjubelte Regisseur Cusch Jung nach Wuppertal zurück.
 

Premiere: Sa. 11. Dezember 2021

Komische Operette in zwei Akten, Text von William Schwenck Gilbert, Musik von Arthur Sullivan. Neue deutsche Übersetzung von Inge Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting. Nachgeholte Premiere vom Dezember 2020.

JOHANNES WITT
Musikalische Leitung

Cusch Jung
Inszenierung

Beate Zoff
Bühne und Kostüme

Workshops für Schulklassen

INFOS & TERMINE

Tannhäuser

von Richard Wagner

Unter dem Deckmantel eines Sängerkriegs auf der Wartburg erzählt Richard Wagners Oper ›Tannhäuser‹ die Geschichte einer gescheiterten Re-Integration eines rebellischen Außenseiters in die Gesellschaft.

Gleich zweimal entfernt sich der Titelheld aus seinem sozialen Umfeld. Die erste, selbstgewählte Emigration in den Venusberg führt nicht dazu, dass er hier heimisch wird. Beim Versuch, sich wieder in die höfische Gesellschaft der Wartburg einzureihen, scheitert er an den divergierenden Moralvorstellungen. Der Versuch, den Riss in der Beziehung, auch in seiner persönlichen Liebesbeziehung zu Elisabeth, mit Hilfe der Religion zu kitten, ist auf der weltlichen Ebene ebenfalls ein hoffnungsloses Unterfangen. Und ob die nachträgliche transzendentale Integration per göttlichem Machtwort von oben ein im Hier und Heute glaubwürdiges Ende ist, bleibt offen. 

Beide Fassungen dieser Wagner-Oper lösten bei ihren Uraufführungen in Dresden und Paris mittelschwere Skandale aus. Dass der Skandal in Paris allerdings der sexuell-szenischen Kühnheit des hinzugefügten Baccanals zuzuschreiben ist, gehört wohl ins Reich der Legende. Viele der Influencer_innen der damaligen Zeit waren schlicht wie üblich zum ersten Akt noch nicht in der Oper und verpassten deswegen die musikalische »Orgie« des ersten Aktes. Nuran David Çalış politische Lesart des Tannhäuser-Stoffes sollte hingegen keinesfalls verpasst werden.

Premiere: So. 6. März 2022

Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner. In deutscher Sprache mit Übertiteln. 

Patrick Hahn
Musikalische Leitung

Nuran David Çalış
Regie 

Anne Ehrlich
Bühne 

Anna Sünkel
Kostüme

INFOS & TERMINE

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NOperas!: Obsessions

von Oblivia / Yiran Zhao

Ein Parforceritt durch Raum und Zeit: Die finnische Kompanie Oblivia wirft Schlaglichter auf menschliche Begierden und Leidenschaften.

Drei Sänger_innen, drei Performer_innen und sechs Musiker_innen untersuchen spielerisch Obsessionen als Triebfedern menschlichen Verhaltens. Mit feinem Witz und leichter Hand führen sie das Publikum durch komplexe Gedankenwelten. Der Wille zur Macht, der Wille zur Freiheit: Große Ambitionen werden auf minimalistische Bühnenpoesie heruntergebrochen. 

Der originäre Sound der mehrfach ausgezeichneten Komponistin Yiran Zhao verwebt das Bühnengeschehen eng mit Elektro- und Akustik-Klängen und überprüft Sprache auf ihr musikalisches Potential. Die Förderinitiative »Noperas!« für neue Musiktheaterformen geht mit ›Obsessions‹ in ihre dritte Runde.

Das Projekt ›Obsessions‹ ist Teil von »NOperas!« – einer Initiative des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm). In gemeinsamer Trägerschaft von NRW KULTURsekretariat und Kunststiftung NRW, in Kooperation mit Oper Wuppertal und Theater Bremen.

Oblivia wird gefördert von Arts Promotion Centre Finland, Helsinki City, Svenska kulturfonden, TINFO – Theatre Info Finland/MOTI funded by the Finnish Cultural Foundation.

Uraufführung in Planung

Yiran Zhao
Musik, Sounddesign

Oblivia Working Group
Konzept, Text, Performance, Ausstattung

INFOS & TERMINE

 

Ariadne auf Naxos (Vorspiel) / Herzog Blaubarts Burg

von Richard Strauss / Béla Bartók

Zwei Meisterwerke des frühen 20. Jahrhunderts – eine Hymne an die Musik.

In ihrer Urfassung von 1912 sprengte ›Ariadne auf Naxos‹ durch die vorgesehene Kombination mit einem Schauspiel alle Dimensionen – und fiel durch. Als Reaktion ersetzten die Autoren das Sprechtheater durch ein etwa 40-minütiges Vorspiel. Diese turbulente Komödie um zwei streitende Theatertruppen des ernsten und unterhaltenden Genres geriet ihnen zu einem sprachlichen wie musikalischen Kleinod. Mit den beschwörend gesungenen Worten »Musik ist eine heilige Kunst« schwingt sich der Komponist am Ende des Vorspiels zu großer Emphase auf.

Darauf folgt bei der Wuppertaler Neuproduktion erstmals in der Aufführungsgeschichte von ›Ariadne auf Naxos‹ nicht der ursprüngliche Opernakt. Wir haben an seine Stelle den gleichzeitig entstandenen Operneinakter ›Herzog Blaubarts Burg‹ des ungarischen Komponisten Béla Bartók gesetzt. Herzog Blaubart führt darin einmal mehr eine Frau in die abgründige Dunkelheit seines Schlosses. »Dieses Werk«, schrieb der Komponist Zoltán Kodály über Bartóks einzige Oper, »ist ein Meisterstück, eine komprimierte Tragödie, ein musikalischer Vulkan, der sechzig Minuten lang ausbricht und uns mit nur einem Wunsch zurücklässt: das Ganze noch einmal zu hören.«

Premiere: So. 8. Mai 2022

›Ariadne auf Naxos‹: Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss. Dichtung von Hugo von Hofmannsthal. Daraus das Vorspiel. / ›Herzog Blaubarts Burg‹: Oper in einem Akt von Béla Bartók. Dichtung von Béla Balázs. In ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Nachgeholte Premiere vom Oktober 2020.

Patrick Hahn
Musikalische Leitung

BERND MOTTL
Inszenierung ›Ariadne‹
FRIEDRICH EGGERT
Bühne und Kostüme ›Ariadne‹

Philipp Grigoryan
Inszenierung und Bühne ›Blaubart‹
Vlada Pomirkovanaya
Kostüme ›Blaubart‹

› INFOS & TERMINE

Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat

von Elisabeth Naske

Oper von Anfang an: Wolf Erlbruchs beliebte Geschichte vom kleinen Maulwurf als Musiktheater für alle ab 2 Jahren!

Der kleine Maulwurf wacht eines Morgens auf, reckt seinen Kopf aus der Erde, und jemand setzt seinen Haufen drauf. War’s das Pferd, war’s der Hase oder war’s die Kuh? Der aufgewühlte Maulwurf zieht los und fragt nach. Dabei begegnet er den unterschiedlichsten Klecksen, Knöllchen, Fladen und Böhnchen.

Die kindgerechte Oper basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch-Bestseller von Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch, der seit mehr als 30 Jahren nicht nur die Kleinsten unter uns begeistert. 2017 wurde dem Wuppertaler Illustrator Wolf Erlbruch mit dem Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis eine der höchsten internationalen Auszeichnungen für Kinderbuchautor_innen verliehen. Regisseurin Ela Baumann, die für ihre Inszenierungen für junges Publikum mehrfach ausgezeichnet wurde, entwickelt gemeinsam mit Komponistin Elisabeth Naske ein neues Musiktheaterstück, das zum Lachen, Staunen und Entdecken einlädt. Eine Koproduktion mit dem Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen. 

Uraufführung: Fr. 20. Mai 2022
Theater am Engelsgarten

Kinderoper von Elisabeth Naske. Libretto von Ela Baumann nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch. Nachgeholte Premiere vom Februar 2021.

Koji Ishizaka
Musikalische Leitung

Ela Baumann
Inszenierung

Hanna Naske
Bühne und Kostüme

Workshops für KITAS

› INFOS & TERMINE

Sound of the City: Wuppertal Kämpft!

In der neuesten Ausgabe des Festivals ›Sound of the City‹ begegnen sich unter dem Titel »Wuppertal Kämpft!« Welten, die normalerweise nur getrennt voneinander existieren und zu erleben sind: die klassischen asiatischen oder westlichen Kampfsportarten sowie aktuelle Stilrichtungen der Musik. Julia Lwowski von der sehr gehypten Berliner Performancegruppe »Hauen und Stechen« erarbeitet mit Wuppertaler Kampfkünstler_innen und Musiker_innen ein Programm über musikalische und physische Grenzerfahrungen. Dabei werden sowohl die Faszination des technischen Könnens als auch die Philosophie, die Motivationen und Hintergründe der Sportarten thematisiert und zu einem theatralen Vorgang verdichtet. Profimusiker_innen stehen Sportler_innen gegenüber, die zum Teil seit Jahrzehnten Training bei Meistern ihres Fachs absolviert haben. Durch die gleichzeitige Präsenz der Parallelwelten des Musizierens und der Kampfkunst ergeben sich für beide vielfältige neue Reibungsflächen sowohl für die Musik als auch die Aktion.

Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat

Termine im Mai und Juni 2022

Johannes Witt
Musikalische Leitung

Julia Lwowski
Kuratorin​​​​​​​

YASSU YABARA
Bühne

› INFOS & TERMINE

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Die Zauberflöte

von Wolfgang Amadeus Mozart

Ein echter Klassiker! In der heimlichen Hauptrolle: Wuppertal und sein Theater.
Prinzessin Pamina, die Tochter der  sternflammenden Königin, ist von  Sarastro entführt worden. Prinz Tamino soll sie, begleitet vom Vogelfänger  Papageno, befreien. Mit Hilfe des magischen Glockenspiels und der Zauberflöte überwinden die beiden sämtliche Gefahren. Doch was ist gut, was ist böse? Plötzlich ist das nicht mehr klar.

»Eine frische ›Zauberflöte‹, geistvoll und witzig inszeniert. Kurz: ein riesiges Vergnügen.« 
Westdeutsche Zeitung

»Die Wuppertaler Oper zeigt Mozarts ›Zauberflöte‹ als witziges Volksmärchen mit kritischen Untertönen. Das Publikum ist nach drei Stunden restlos glücklich.« 
Westfalenpost

Wiederaufnahme: So. 3. Oktober 2021

Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Libretto von Emanuel Schikaneder. In deutscher  Sprache mit deutschen Übertiteln.  

JOHANNES WITT 
Musikalische Leitung

Bernd Mottl
Inszenierung

Friedrich Eggert
Bühne und Kostüme

Mit ›Share Your Opera‹
Mit ›Seitenwechsel‹   
Workshops für Schulklassen
Auch als gekürzte Fassung ›Große Oper Klein‹

INFOS & TERMINE

La Bohème

von Giacomo Puccini

Puccinis Opernhit ist die ideale Einstiegsdroge für Opernneulinge.

In der Pariser Künstlerszene im Quartier Latin geht es scheinbar lustig zu. Man lebt von Luft und Liebe: Der Schriftsteller Rodolfo lernt am Weihnachtsabend die Blumenstickerin Mimì kennen und lieben. Doch dann wird es tragisch: Mimì ist an Tuberkulose erkrankt und kann sich keine Behandlung leisten. Zu spät erkennen die Bohemiens den Ernst der Lage, und Mimì stirbt.

 »In einer Aufführung der ›Bohème‹ (gab es) selten so viel Liebe, so viel Lachen, so viel anrührende Spielfreude und sehnsüchtige Momente.« 
Das Opernmagazin
   
»Wer nicht dabei war, hat definitiv einen absoluten Opern- Höhepunkt in NRW verpasst – unbedingt hingehen!« 

Klassik begeistert

Wiederaufnahme: So. 9. Januar 2022

Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini. Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.   

Johannes Witt
Musikalische Leitung

Immo Karaman
Inszenierung und Bühne

Fabian Posca
Kostüme und Choreografie

Mit ›Share Your Opera‹
Workshops für Schulklassen

› INFOS & TERMINE

Jesus Christ Superstar

von Tim Rice & Andrew Lloyd Webber

Eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten über eine der bedeutendsten Figuren der Menschheitsgeschichte.

Judas Ischariot kritisiert Jesus Christus dafür, dass er sich von der Menge zu sehr feiern lässt und die Prostituierte Maria Magdalena zu den Jüngern geholt hat. Er wendet sich in seiner Wut an die Pharisäer. Judas sieht diesen Verrat als seine Pflicht und Jesus wird unter lautem Gejohle ans Kreuz geschlagen.

»Berechtigter Szenenapplaus zwischendurch ist das Eine, nicht enden wollende, ebenfalls verdiente Standing Ovations inklusive Jubelrufe und Bravi vom Premierenpublikum gegenüber allen an der fulminanten Produktion Beteiligten das Andere.« 
Westdeutsche Zeitung
   
»Die Produktion reißt mit und geht unter die Haut.«
Opernmagazin

Wiederaufnahme: Do. 24. März 2022

Rockoper. Musik von Andrew Lloyd Webber. Gesangstexte von Tim Rice. In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln. 

Jürgen Grimm
Musikalische Leitung

Erik Petersen
Inszenierung​​​​​​​

Sam Madwar
Bühne​​​​​​​

Verena Polkowski
​​​​​​​
Kostüme

Workshops für Schulklassen

› INFOS & TERMINE

Schauspiel
2021/22

WAISEN 
›Orphans‹
von Dennis Kelly Deutsch von John Birke

 

Helen und Danny sitzen beim Candlelight-Dinner, als Helens Bruder Liam hereinplatzt, verwirrt und blutbefleckt. Aus seinem Bericht wird schnell klar, dass er in Schwierigkeiten steckt. Ein Junge sei zusammengeschlagen worden, er habe ihm geholfen. Aber warum hat Liam das Opfer dann auf der Straße liegen lassen, ohne Hilfe oder die Polizei zu holen?

Helen ist sich bewusst, dass Liam mit seinen Vorstrafen bei der Polizei nicht wirklich glaubwürdig wirkt. Sie muss ihren Bruder schützen, denn seit dem Tod der Eltern sind die Geschwister einander der einzig verlässliche Halt im Leben. Und auch von Danny wird Loyalität verlangt. Die Situation eskaliert, als Liam sich zunehmend in Widersprüche verstrickt und den Verdacht auf sich lenkt, selbst Täter zu sein.

Mit nicht nachlassender Spannung – wie ein Krimi – erzählt ›Waisen‹, uraufgeführt 2009 in Edinburgh, vom Konflikt zwischen Blutsbanden und Moral.

Premiere: Sa. 21. August 2021
Theater am Engelsgarten

 

BASTIAN KABUTH
Inszenierung & Bühne

MILAGROS PIA DEL PILAR SALECKER
Bühne & Kostüme

 

INFOS & TERMINE

TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN 
›Death of a Salesman‹
von Arthur Miller Deutsch von Volker Schlöndorff / Florian Hopf

 

Der amerikanische Traum vom Glück erfüllt sich für den Handelsvertreter Willy Loman nicht. Er wird entlassen, die in seine beiden Söhne Biff und Happy gesetzten Hoffnungen lösen sich nicht ein, er verstrickt sich in Lügen und Schulden. Am Ende fällt Loman eine radikale Entscheidung … 


»Die Aufführung trifft ins Zentrum. Der Mangel an sozialem Zusammenhalt im Kleinen wie im Großen, den Miller hier genauso diagnostiziert wie die Unfähigkeit, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, ist in den 70 Jahren seit der Uraufführung nicht alt geworden, scheint, im Gegenteil, sogar besonders gut in unsere Zeit zu passen. Jakob Fedler und sein starkes Ensemble haben das klug dokumentiert.«
Die deutsche Bühne

Premiere: Mi. 24. Juni 2020

Wiederaufnahme: Sa. 28. August 2021
Theater am Engelsgarten

 

JAKOB FEDLER
Inszenierung 

DORIEN THOMSEN 
Bühne & Kostüme

 

INFOS & TERMINE

DANTONS TOD
von Georg Büchner 
Fassung von Anna-Elisabeth Frick & Ensemble

 

Was tun? Nach dem großen Knall: Das bestehende System ist hinweggefegt und alte Ordnungen haben keine Gültigkeit mehr. Wie soll die Gesellschaft der Zukunft aussehen? Danton, Robespierre und Saint Just haben dazu gänzlich unterschiedliche Entwürfe. Im Widerstreit versuchen sie, die Menschen von ihrem Programm zu überzeugen. 

Anna-Elisabeth Frick untersucht gemeinsam mit dem Ensemble, wie der Streit zwischen dem tugendhaften Robespierre und dem Lebemenschen Danton im postrevolutionären Frankreich des Jahres 1794 in ein fiktives Europa von morgen – postpandemisch und postrevolutionär – übertragen werden kann.

Premiere: Fr. 10. September 2021
Opernhaus

 

ANNA-ELISABETH FRICK 
Inszenierung

CHRISTIAN BLECHSCHMIDT
Bühne & Kostüme 

PASCAL MERIGHI
Choreografie

 

INFOS & TERMINE

DIE HÖLLE  /  INFERNO REISE INS INNERE
frei nach Dante Alighieri

 

Der Soloabend mit Thomas Braus steht bereits seit der Spielzeit 2016/17 auf dem Spielplan und ist damit fast schon ein Klassiker im Repertoire des Schauspiel Wuppertal!

 

»Eine Tour de Force, die Demonstration eines Schauspielers und eines Regisseurs, des Altberserkers Johann Kresnik, der mit Einfällen aast.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wiederaufnahme: So. 19. September 2021
Opernhaus

 

JOHANN KRESNIK
Inszenierung

 

 

INFOS & TERMINE

FAUST
von Johann Wolfgang von Goethe

 

Fast sechs Jahrzehnte schrieb Goethe an seinem ›Faust‹, entwickelte ein Material, das die klassische Dramenform sprengt und wirklich die ganze Welt erzählen will: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Geschichte, Natur, Wissenschaft, Dichtkunst und die tiefsten Motivationen des einzelnen Menschen.

 

Das Prinzip ›Faust‹, das Streben und Sich-Nicht-Zufriedengeben, ist konfrontiert mit dem mephistophelischen Prinzip der Verneinung, das sich im Vertragsverhältnis der strikten Kosten-/Nutzenrechnung ausdrückt, und dem Gretchen-Prinzip der Liebe und Religion, das auch Altruismus und Wunder einschließt. Von beiden widerstreitenden Seiten ist Faust angezogen, aus beiden gedenkt er Lustgewinn zu ziehen.

 

Regisseur Nicolas Charaux (›Romeo und Julia‹, 2020) denkt den ›Faust‹-Stoff von einem kollektiven und durchaus deutschen Bewusstsein her. Er untersucht, was die faustischen Versuchungen in einer krisengeschüttelten Gegenwart sein könnten.

Premiere: Sa. 25. September 2021
Opernhaus

 

NICOLAS CHARAUX
Inszenierung

PIA MARIA MACKERT
Bühne & Kostüme

 

INFOS & TERMINE

ROMEO UND JULIA 
von William Shakespeare 
Deutsch von Gesine Danckwart 

 

Eine unmögliche Liebe – zwei verfeindete Familien. Die auf Dauer gestellte Fehde zwischen den Montagues und den Capulets führt in der Stadt Verona immer wieder zu Gewaltausbrüchen und Racheaktionen. In diesem aufgeheizten Klima schauen sich Romeo und Julia zum ersten Mal in die Augen. 

 

Regisseur Nicolas Charaux und das Ensemble interpretieren Shakespeares Klassiker vor dem Hintergrund von Pandemie, Ausnahmezustand und Sicherheitsmassnahmen als Geschichte zweier Liebender, die alle Regeln brechen. 

 

»Es ist grandios, wie das Wuppertaler Theater auf die Pandemie zu reagieren versteht. Nicolas Charaux inszeniert witzig und poetisch, humorvoll und melancholisch, mit phantasievollen Bildern und Anspielungen aus Literatur und Film sowie mit trotzigen Abstands Choreographien.«
theater:pur

Premiere: Sa. 19. September 2020

Wiederaufnahme: Mi. 29. September 2021
Opernhaus

 

NICOLAS CHARAUX 
Inszenierung

DOMINIK FREYNSCHLAG 
Bühne & Kostüme

 

INFOS & TERMINE

DER FISKUS
von Felicia Zeller 

 

High Noon im Finanzamt. Nicht nur, dass das Gebäude marode ist, die Elektrik störanfällig, der Aufzug steckenbleibt, nun wird auch noch der Büroältesten Bea M. Tinnen die Newcomerin Nele als Abteilungsleiterin vor die Nase gesetzt! Und das ausgerechnet jetzt, wo Bea einen dicken Fisch vom Format der CumEx-Geschäfte an der Angel hat. Kaltblütig deklariert Nele den Fall als ihre Entdeckung. Und Bea wird ohne Computer und Telefon in den Keller verbannt. Doch nicht nur die großen Player, sondern auch die kleinen Angestellten perfektionieren die dehnbare Gesetzesauslegung: Kollegin Elfi Nanzen und ihr an - getrauter Reiner Lös, im Splitting-Rausch, sehen kein Problem darin, Reiners Nebenjob als Gospel-Komponist mit Arbeitszimmer im Gartenhaus und der Ehefrau als Assistentin per Steuererklärung zu vergolden.

 

›Der Fiskus‹, uraufgeführt 2020, die neueste poetische Ämterbetrachtung von Felicia Zeller, führt uns in die hochmusikalische und absurde Welt (un)eindeutiger Formulare und fehlbarer, allzu menschlicher Bürowesen.

Premiere: Fr. 22. Oktober 2021
Theater am Engelsgarten

 

SCHIRIN KHODADADIAN
Inszenierung

PHILIPP NICOLAI 
Bühne

CHARLOTTE SONJA WILLI 
Kostüme

JOHANNES MITTL
Musik

 

› INFOS & TERMINE

DER WEIBSTEUFEL
von Karl Schönherr

 

Frau und Mann leben einträchtig in einer Berghütte, sie haben sich arrangiert und eingerichtet. Der Mann verdient gutes Geld als organisatorischer Kopf einer Schmugglerbande, die Frau hat dadurch ein gutes Auskommen und die Aussicht auf eine Villa in der Stadt. Doch die Grenzjäger mobilisieren zum Kampf gegen den Schmugglerring und haben die Berghütte im Visier. Ein junger, ehrgeiziger Jäger tut sich besonders hervor, meldet sich freiwillig und wird als Lockvogel auf die Frau angesetzt, um sie zum Ausplaudern zu bewegen. Der Ehemann bekommt Wind davon und setzt seinerseits die Frau auf den jungen Jäger an, um diesen erotisch zu umgarnen, während das Schmuggel - gut aus der Hütte geschafft wird. Beim Spiel mit dem Feuer drohen sich alle drei die Finger zu verbrennen, denn auch die Frau will sich nicht instrumentalisieren lassen und verfolgt ihre eigene Agenda …

 

Karl Schönherr (1867-1943) konzipierte den ›Weibsteufel‹, der 1914 erschien, als erstaunlich modernes psychologisches Kammerspiel.

Premiere: Sa. 6. November 2021
Theater am Engelsgarten

 

PETER WALLGRAM
Inszenierung & Bühne 

MIRIAM GRIMM
Kostüme

 

INFOS & TERMINE

SCHNEEWITTCHEN
nach den Brüdern Grimm 
Fassung von Henner Kallmeyer
In Zusammenarbeit mit dem Inklusiven Schauspielstudio und dem Sinfonieorchester Wuppertal

 

Wer ist die Schönste im ganzen Land? Auf diese Frage möchte die böse Königin nur eine Antwort von ihrem Spiegel hören: »Frau Königin, Ihr seid die Schönste.« Doch als ihre Stieftochter Schneewittchen heranwächst und immer schöner wird, kommt der Spiegel bald zu dem Urteil, Schneewittchen sei tausendmal schöner. Voller Empörung, Neid und Missgunst sieht die Königin nur eine Lösung für das Problem: Schneewittchen muss verschwinden. Für immer. 

 

Schneewittchen flieht in den Wald, wo sie bei einer ulkigen, aber liebenswerten Truppe von sieben Zwergen Unterschlupf findet. Doch die böse Königin gibt nicht auf, macht sie ausfindig und versucht mit allen Mitteln, Schneewittchen den Garaus zu machen. Mit einem vergifteten Apfel meint sie schließlich Erfolg zu haben. Wenn da nicht die sieben Zwerge und Schneewittchens Verehrer wären …

Premiere: Do. 25. November 2021
Opernhaus

 

HENNER KALLMEYER 
Inszenierung

FRANZISKA GEBHARDT 
Bühne

SILKE REKORT
Kostüme

 

INFOS & TERMINE

DIE SUCHE NACH DEN LETZTEN FARBEN
Ein Puppen-Abenteuer für Kinder ab 3 Jahren
von Albert Gitschthaler, Julia Meier & Konstantin Rickert


Zwei Wesen, eine Reise und wundersame Begegnungen: Das Schauspiel Wuppertal holt die kleinsten Zuschauer_innen ins Theater. Gemeinsam mit den Puppen machen sie sich auf eine Entdeckungsreise in eine fantastische Welt – mit viel Humor, wilden Ideen und bunter Musik.

Premiere: Mi. 8. Dezember 2021

 

ALBERT GITSCHTHALER

Inszenierung, Bühne & Puppen

 

INFOS & TERMINE

OUT! – GEFANGEN IM NETZ
von Knut Winkmann
Ein Klassenzimmerstück für Menschen ab 14 Jahren

 

In ›Out! – Gefangen im Netz‹ stellt Knut Winkmann die Gefahren von Cybermobbing dar und zeigt, was Zivilcourage im »realen« Alltag bedeuten kann. Mit dem Klassenzimmerstück kommt das Schauspiel Wuppertal in die Schulen.

 

»45 spannende Minuten, die von Schauspieler Kevin Wilke mit Bravour gemeistert werden ... Einstimmig gibt es Schülerlob für die Inszenierungsform.«
Wuppertaler Rundschau

 

Termin auf › Anfrage in der Theaterpädagogik.

 

PETER WALLGRAM

Inszenierung

 

› INFOS & TERMINE 

NIGHTRADIO – ON THE ROAD AGAIN
von und mit Stefan Walz

 

In einer Neuauflage seiner Radioshow rockt Stefan Walz alias Aristoteles Buenaventura wieder musikalisch durch die Nacht.

 

»Man spürt, hier ist nicht nur ein Schauspieler in seinem Element, Walz ist Musiker und Sänger durch und durch. Interpretiert die Songs mit einem subtil dosierten eigenen Einschlag. Eine musikalische Weltgeschichte zwischen Rock, Swing und Blues.«
Westdeutsche Zeitung

 

› INFOS & TERMINE

CAFÉ POPULAIRE
von Nora Abdel-Maksoud

 

Svenja ist ein guter Mensch. Sie arbeitet als Hospiz-Clown und gibt auf ihrem Youtube-Kanal Anleitungen für den antidiskriminatorischen »Humornismus«, einer Mischung aus Humor und Humanismus. Leider hat Svenja nur 8 Follower, 4 davon bereits verstorben.

 

Als sie von der Neuausschreibung für das Gasthaus zur Goldenen Möwe, dem »Kulturhaus« der Stadt, erfährt, schlägt ihre Stunde: Sie bewirbt sich als Pächterin. Im Moment ihres wichtigsten Auftritts – dem Livestream, in dem sie das Konzept einer neuen »Möwe« vorstellt, – fährt »Der Don« in sie, eine Art Alter Ego, eine böse Abspaltung ihrer selbst. Er verachtet »Asiprolls« und Verlierer entschieden – doch während er aus ihr spricht, steigen die Klickzahlen …

 

»Überraschende Perspektivwechsel, großartige Formulierungen und köstliche Selbstironie gleich auf mehreren Ebenen ... Nora Abdel-Maksouds Spiel mit Vorurteilen und Rollenmustern, mit den blinden Flecken und den blinden Ideologien der Wohlmeinenden und der Populisten, der Rechten und der Linken ist ein abgründiges Vergnügen.« Theater:pur

 Wiederaufnahme: Sa. 15. Januar 2021
Theater am Engelsgarten

 

MAJA DELINIĆ
Inszenierung

RIA PAPADOPOULOU
Bühne & Kostüme

CLEMENS GUTJAHR
Musik

 

INFOS & TERMINE

EIN SOMMERNACHTSTRAUM
›A midsummer night’s dream‹
von William Shakespeare

 

Hermia liebt Lysander, soll aber Demetrius heiraten.
Helena liebt Demetrius, der nichts von ihr wissen will.
Demetrius hasst Lysander und verachtet Helena.
Lysander fällt nichts Besseres ein, als mit Hermia in den Wald zu fliehen.

Unter Zuhilfenahme magischer Säfte und beim Mondschein sollen die Richtigen sich finden, doch wenn Puck die Finger im Spiel hat, fallen auch schon mal die Falschen übereinander her. Die Herrscherpaare exerzieren derweil Hochzeits- und Eheroutine, Eifersuchtsdramen und Beziehungskrach. – Während die Handwerker als Laienschauspieler den hohen Ton für die echte, bluttriefende Liebestragödie mit dem komödiantischen Teilchenbeschleuniger suchen.

In Shakespeares Wunderkugel wirbeln Begehren und Poesie wild durcheinander, so dass sich nicht nur die Bühnenfiguren, sondern auch die Zuschauenden berauscht die Augen reiben: – Wachen oder träumen wir?

Premiere: Sa. 12. Februar 2022
Opernhaus

 

MAJA DELINIĆ
Inszenierung

RIA PAPADOPOLOU
Bühne

JANIN LANG
Kostüme

CLEMENS GUTJAHR
Musik

PASCAL MERIGHI
Choreographie

 

INFOS & TERMINE

EX. MÖGEN DIE MITSPIELER PLATZEN
›Ex. Que revienten los actores‹
von Gabriel Calderón
Deutsch von Peter Wallgram

 

Ana hat Fragen. An die Vergangenheit, an die Geschichte ihres Landes, das sich schweigend die Wunden von Bürgerkrieg, Diktatur und Folter leckt. Ana hat Fragen an ihre Familie: Warum schweigt die Mutter, an was ist der Vater gestorben, warum kann sie ihre Großeltern nicht kennenlernen, wo ist ihr Onkel und was hat das alles mit den dunklen Jahren zu tun? Auf welcher Seite standen die Familienmitglieder, wer hat Schuld auf sich geladen?

 

Ihr Freund Tadeo liebt sie und weil er ein findiger Wissenschaftler ist und Probleme für ihn da sind, um eine Lösung zu finden, baut er eine Zeitmaschine. Zum Weihnachtsessen versammelt er alle verstorbenen und lebenden Familienmitglieder, damit Ana endlich all ihre Fragen stellen kann.

 

Der gefeierte uruguayische Autor und Regisseur Gabriel Calderón nützt das klassische Setting einer Komödie – eine aus dem Ruder laufende Familienfeier – um sich mit schwarzem Humor und geschichtsphilosophischen Einschüben mit einer universellen Thematik auseinanderzusetzen: was passiert mit einer Gesellschaft, die sich ihrer dunklen Vergangenheit nicht stellt.

Deutsche Erstauffürung: Sa. 9. April 2022

Theater am Engelsgarten

 

JENKE NORDALM
Inszenierung

VESNA HILTMANN
Bühne & Kostüme

 

INFOS & TERMINE

DREI SCHWESTERN 
›Три сестры‹
von Anton Tschechow
Deutsch von Thomas Brasch

 

Irina, Mascha und Olga, die drei Schwestern, sind vor elf Jahren von Moskau in die Provinzstadt gezogen, wo ihr Vater ein Regiment übernahm. Heute, am Jahrestag seines Todes, blicken sie zurück voller Wehmut. Ihr Alltag in der Kleinstadt ist öde und sinnentleert, eigentlich wollen sie nur eins: zurück nach Moskau!

 

Olga arbeitet als Schuldirektorin bis zur Erschöpfung. Mascha, die mit dem langweiligen Lehrer Kulygin verheiratet ist, stürzt sich in eine katastrophale Liebesaffäre mit dem frisch eingetroffenen Offizier Werschinin. Irina träumt von einer erfüllenden Arbeitsstelle. Eher halbherzig verlobt sie sich mit Baron Tusenbach, um mit ihm die Stadt zu verlassen, doch dieser stirbt bei einem sinnlosen Duell am Tag vor der Hochzeit. Andrej, der Bruder der drei Schwestern, bringt durch seine Hochzeit mit Natascha sozialen Sprengstoff in den Haushalt.

 

In Tschechows 1901 uraufgeführten Stück prägt jeden der vier Akte eine grundlegend unterschiedliche Stimmung.

Premiere: Sa. 21. Mai 2022

Opernhaus

 

HENRI HÜSTER
Inszenierung

HANNA RODE
Bühne & Kostüme

VASNA AGUILAR
Choreografie

FLORENTIN BERGER-MONIT & JOHANNES WERNICKE
Musik

 

INFOS & TERMINE

STELLA
Ein Schauspiel für Liebende
von Johann Wolfgang von Goethe
Koproduktion mit dem Théâtre National du Luxembourg

 

Zwei Frauen – ein Mann. Kampf und Utopie.

Stella hängt der Liebe zu einem Mann nach, der sie vor Jahren verlassen hat. Sie lebt sehr zurückgezogen und will eine junge Frau, Lucie, zur täglichen Hilfe einstellen. Lucie reist mit ihrer Mutter Cäcilie an. Diese erkennt in Stellas Schicksal zugleich ihr eigenes: Auch sie liebt einen Mann, der sie verlassen hat. Als Fernando eintrifft, um zu Stella zu-rückzukehren, stellt sich heraus, dass beide Frauen von ihm verlassen worden sind. Cäci-lie ist seine ehemalige Frau, Lucie seine Tochter und Stella die Geliebte. Das Verwirrspiel der großen Gefühle beginnt: Gibt es einen Weg, Liebe und Freundschaft unter einen Hut zu bringen? Gar in Form einer Ménage-à-trois?

 

Die Uraufführung von ›Stella‹ 1776 in Hamburg war ein gesellschaftlicher Skandal. Goethe arbeitete das Stück später um und gab ihm einen tragischen Schluss. Die Wuppertal-Luxemburger Koproduktion will jedoch das utopische Potential der frühen Textfassung ausleuchten.

Premiere: Sa. 11. Juni 2022
Theater am Engelsgarten

 

STEFAN MAURER
Inszenierung

 

INFOS & TERMINE

Sinfonie
Orchester
2021/22

Die Zukunft ist jetzt

1. Sinfoniekonzert

So. 19. September 2021, 11 Uhr › TICKETS
Mo. 20. September 2021, 20 Uhr › TICKETS
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

EINOJUHANI RAUTAVAARA – ›In the Beginning‹
ERNEST BLOCH – ›Schelomo‹. Hebräische Rhapsodie für Violoncello und Orchester
ANTON BRUCKNER – Sinfonie Nr. 4 Es-Dur

 

ALBAN GERHARDT
Violoncello

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

PATRICK HAHN
Dirigent

 

Am Ende seines Lebens begibt sich Einojuhani Rautavaara zurück an den Anfang. ›In the Beginning‹ ist das letzte vollendete Werk des 2016 verstorbenen finnischen Komponisten. Die in sich verwobenen Streicherstimmen gleichen einer mystischen Suche im Unendlichen. Ein Werk, das über sich hinauswächst. Der Beginn einer neuen Ära – das 1. Sinfoniekonzert mit Generalmusikdirektor Patrick Hahn.

Ein Vokalwerk mit Texten des König Salomons sollte es werden. Ernest Bloch entschied sich jedoch letztlich für den gesanglich sprechenden Klang des Cellos, um in dieser groß angelegten Rhapsodie die Worte Salomons zu verkünden. Ein hochexpressives, orientalisch anmutendes und farbenreiches Werk!

Anton Bruckner, der häufig belächelte Mann aus der Provinz, feierte mit der 4. Sinfonie seinen ersten richtigen Erfolg. Unvergesslich ist das romantisch motivierte, sehnsuchtsvolle Hornmotiv zu Beginn der Sinfonie.

Tanz am Abgrund

2. Sinfoniekonzert

So. 24. Oktober 2021, 11 Uhr › TICKETS
Mo. 25. Oktober 2021, 20 Uhr › TICKETS
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

FRANZ LISZT – ›Der Tanz in der Dorfschenke‹. Episode aus Lenaus ›Faust‹
SERGEI PROKOFJEW – Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63
LUDWIG VAN BEETHOVEN – Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

 

NOA WILDSCHUT
Violine

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

PATRICK HAHN
Dirigent

Wild und ruppig – Liszts orchestrierte Fassung seines 1. ›Mephisto-Walzers‹ ist ein teuflisch virtuoses Musikerlebnis, bei dem sich der bürgerliche Gesellschaftstanz im Dreivierteltakt von seiner diabolischen Seite zeigt.

Prokofjews 2. Violinkonzert gibt vor, ein durch und durch »klassisches« Konzert zu sein, das oft genug der ›Neuen (sowjetischen) Einfachheit‹ zugeordnet wurde. Doch wenn die ironischen, gauklerischen und subversiven Elemente unter dem Deckmantel des Konventionellen hervorschimmern, wird es spannend. Auch Prokofjew tanzte – und zwar aus der Reihe.

Als eine »Apotheose des Tanzes« bezeichnete Richard Wagner Beethovens 7. Sinfonie, deren hochkonzentrierte Geschlossenheit einer außergewöhnlich markanten Rhythmik zu verdanken ist.

Lebewohl!

3. Sinfoniekonzert

So. 14. November 2021, 11 Uhr
Mo. 15. November 2021, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

GUSTAV MAHLER – Sinfonie Nr. 9

 

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

CARL ST. CLAIR
Dirigent

»Es scheint, die Neunte ist eine Grenze. Wer darüber hinaus will, muss fort. […] Die eine Neunte geschrieben haben, standen dem Jenseits zu nahe«, sprach Arnold Schönberg am 25. März 1912 in seiner berühmten Prager Rede und erinnerte an Gustav Mahlers große Angst vor der 9. Sinfonie. Beethoven, Bruckner, Schubert – alle sind nicht über die Neunte hinausgekommen. Und so schob Mahler vor der 9. Sinfonie noch ›Das Lied von der Erde‹ ein. Ob das helfen sollte?
Mahlers 9. Sinfonie ist ein auskomponiertes Lebewohl in all seinen emotionalen Facetten. Die Milde des Todes, das Versprechen einer Versöhnung, aber auch das Aufbäumen gegen die Unaufhaltsamkeit des Endlichen. Doch die Unmittelbarkeit und das Revolutionäre dieses Werks verleihen der Sinfonie gleichzeitig etwas Zukunftsweisendes. Mahler verabschiedet sich von seinem Leben und seiner Musik und öffnet mit der Neunten zugleich die Tür zu einer neuen musikalischen Zeitrechnung.

Mahler sollte mit seiner Angst recht behalten; auch er starb noch vor der Fertigstellung seiner Zehnten.

Commedia dell’arte

4. Sinfoniekonzert

So. 12. Dezember 2021, 11 Uhr
Mo. 13. Dezember 2021, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

BERND ALOIS ZIMMERMANN – ›Musique pour les soupers du Roi Ubu‹
ASTOR PIAZZOLLA – Suite aus ›Maria de Buenos Aires‹, ›Chin Chin‹
IGOR STRAWINSKY – ›Pulcinella‹

 

SOLIST_INNEN DES OPERNSTUDIO NRW

LUCIENNE RENAUDIN VARY
Trompete

THOMAS BRAUS alias Alfred Jarry

PATRICK HAHN
Dirigent

Mit der grotesken ›Musique pour les soupers du Roi Ubu‹ schuf Bernd Alois Zimmermann ein makabres Collagenstück. Wie bei einem Puzzle sind unterschiedlichste Musikzitate zusammengefügt, die mal absurd verfremdend, dann wieder ironisierend neue Zusammenhänge bilden. Hören wir eine beißende Satire auf die Vereinnahmung der Kunst?

Doch nicht nur König Ubu flucht als wild gewordener Kleinbürger vor sich hin, auch Pulcinella, eine Figur aus dem süditalienischen Volkstheater, war sich für keine Unflätigkeit zu schade. »Pulcinella war ein großer betrunkener Tölpel, und jede seiner Bewegungen, wahrscheinlich auch jedes Wort, wenn ich es verstanden hätte, waren obszön«, schwärmte
Strawinsky fasziniert.

Zum 100. Geburtstag Astor Piazzollas gratuliert Lucienne Renaudin Vary mit faszinierendem Trompetensound. Piazzolla, der große Tangokomponist des 20. Jahrhunderts, kannte keine Berührungsängste. Inspiriert durch Jazz, Pop und Klassik entwickelte er den Tango Nuevo und brachte ihn aus der »Schmuddelecke« in die gute Stube der europäischen Kunstmusik.

Die Kunst des Erzählens

5. Sinfoniekonzert

So. 16. Januar 2022, 11 Uhr                                             
Mo. 17. Januar 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


MIRJAM TALLY – ›Density‹
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH – Konzert für Klavier,
Trompete und Streichorchester Nr. 1 c-Moll op. 35
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH – Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur op. 102
ANTONÍN DVOŘÁK – ›Das goldene Spinnrad‹ op. 109

 

ANNA TSYBULEVA
Klavier

CYRILL SANDOZ
Trompete

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

RISTO JOOST
Dirigent

 

Hinaus aufs Meer geht es mit Mirjam Tallys ›Density‹. Die Meereswellen tragen poetisch-farbenreiche Klangkaskaden ans Land. Alles ist in Bewegung, das An- und Abschwellen der Wogen geben den Puls vor, zwischendurch spritzt die Gischt. Tallys Musik zeugt von einem spielerischen Umgang mit Klängen und einer feinen Prise Humor.

Auch Dmitri Schostakowitsch hatte Sinn für Humor, das ist unbestritten. »Wenn das Publikum bei der Aufführung meiner Werke lächelt oder direkt lacht, so bereitet mir das große Befriedigung«, so der Komponist. Seine große Erzählkraft verleiht seinen Klavierkonzerten ungeheure Spiel- und Hörfreude.

Mit einem Gruselmärchen im Stil von ›Aschenputtel‹ beweist Antonín Dvořák seine Lust an illustrativen Klangwelten. ›Das goldene Spinnrad‹ ist die mitreißende Vertonung einer Märchenerzählung, zu der selbstverständlich schöne Prinzessinnen, böse Schwiegermütter, gerechte Könige und ein zauberhaftes Happy End gehören.

Kaleidoskop

6. Sinfoniekonzert

So. 13. Februar 2022, 11 Uhr                
Mo. 14. Februar 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


MAURICE RAVEL – ›Le tombeau de Couperin‹
MAURICE RAVEL – ›Ma mère l’oye‹
JEAN SIBELIUS – ›Lemminkäinen‹ op. 22

 

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

ELIAS GRANDY
Dirigent

Jeder Satz ist ein musikalischer Grabstein. Maurice Ravel widmete ›Le tombeau de Couperin‹ seinen im Krieg getöteten Freunden. Dennoch hören wir keine Trauermusik. ›Le tombeau de Couperin‹ atmet stattdessen französische Leichtigkeit und entfacht ein tänzerisches Feuerwerk.

Schillernde Klangfarben erklingen auch auf Ravels poetischen Reise in die Kindheit. ›Ma mère l’oye‹ verzaubert mit märchenhaften Fantasiebildern und entführt uns in die Welt von Dornröschen & Co. Überirdisch schön und voller Raffinessen!

Nicht von dieser Welt ist auch der finnische Nationalheld Lemminkäinen, ein jugendlicher Abenteurer und Draufgänger. Im symphonischen Stil erzählt Sibelius in vier Legenden von der Reise des Helden und bringt die finnische Identität zum Klingen.

Hamburg, meine Perle

7. Sinfoniekonzert

So. 13. März 2022, 11 Uhr
Mo. 14. März 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


CARL PHILIPP EMANUEL BACH – Hamburger Sinfonie G-Dur Wq 182, Nr. 1
ALFRED SCHNITTKE – Concerto Grosso Nr. 1
JOHANNES BRAHMS – Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90


NICOLAS KOECKERT, NIKOLAI MINTCHEV
Violine

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

PATRICK HAHN
Dirigent

Kraftvoll und ekstatisch drängen die sechs späten Sinfonien von Carl Philipp Emanuel Bach vorwärts. Der zweite Sohn Johann Sebastians liebte es, mit seinen genialen Einfällen und abenteuerlichen Wendungen die musikalische Ordnung gehörig durcheinanderzubringen.

»Die Aufgabe meines Lebens besteht darin, die Kluft zwischen E- und U-Musik zu überbrücken, auch wenn ich mir dabei den Hals breche«, so Alfred Schnittke, der sich ebenfalls mit seinen Werken jenseits der Konventionen bewegte. Vergangenes und Gegenwärtiges treffen bei Schnittke aufeinander; collagenhaft werden Einflüsse aus unterschiedlichsten Genres zu einer polystilistischen Ästhetik zusammengefügt. Im straffen Korsett der barocken Konzertform versteckt sich ein Mix aus Tango, Pop und Jazz.

Beethovens sinfonisches Erbe hing wie ein Damoklesschwert über Johannes Brahms. Doch mit jeder Sinfonie, die er schrieb, emanzipierte sich der selbstkritische Perfektionist vom Giganten. Spätestens mit der 3. Sinfonie, die Brahms innerhalb nur weniger Wochen in Wiesbaden schrieb, gelang es ihm, aus dem Schatten Beethovens herauszutreten.

Highland Games

8. Sinfoniekonzert

So. 3. April 2022, 11 Uhr                
Mo. 4. April 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


MAX BRUCH – ›Schottische Fantasie‹ op. 46
PETER MAXWELL DAVIES – ›An Orkney Wedding, with Sunrise‹
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY – Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ›Schottische‹


ELDBJØRG HEMSING
Violine

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

PATRICK HAHN
Dirigent

 

Wildromantische Täler, karge Hochebenen, schroffe Felslandschaften – Schottland fasziniert, inspiriert und zog schon vor 200 Jahren Künstlerinnen und Künstler magisch an.  Von einer Rundreise durch die Highlands brachte Max Bruch populäre schottische Volkslieder als Souvenir mit, die er später in seiner ›Schottischen Fantasie‹ verarbeitete. Das Werk ist ungeheuer virtuos angelegt und verlangt technische Höchstleistungen am Instrument. Kein geringerer als Joseph Joachim, der Übervater des Violinspiels in Deutschland, spielte den Solopart bei der Uraufführung.  

Von einer durchzechten Nacht mit zu viel Whisky und einem unvergesslichen Sonnenaufgang erzählt Peter Maxwell Davies in seinem Werk ›An Orkney Wedding, with Sunrise‹. Eine unterhaltsame und humorvolle Überraschung ist dieses Stück, das einmal mehr beweist, dass Musik ein großer Spaß sein kann.

Auch Felix Mendelssohn Bartholdy diente Schottland als Inspirationsquelle. Als 20-Jähriger reiste er mit seinem Freund Karl Klingemann in den hohen Norden und schon damals fasste er den Entschluss einer neuen Sinfonie: »Ich glaube, ich habe heut […] den Anfang meiner Schottischen Symphonie gefunden«, berichtete er 1829 aus Edinburgh. Doch die Umsetzung ließ auf sich warten. Erst komponierte er noch die ›Italienische‹, die spätere Nummer vier, bevor er sich ans Werk machte, den Regen, den Wind und den Nebel in Töne zu fassen. Doch Mendelssohns 3. Sinfonie ist kein musikalischer Reiseführer und erst recht keine Programmmusik. Mendelssohn verzichtete auf konkrete volksmusikalische Verweise und widmete sich nicht dem bloßen Abbild des Sichtbaren, sondern eher dem Nachspüren des Unsichtbaren.

All Ives

9. Sinfoniekonzert

So. 15. Mai 2022, 11 Uhr
Mo. 16. Mai 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

CHARLES IVES – Variations on ›America‹
CHARLES IVES – Orchestral Songs
CHARLES IVES – Sinfonie Nr. 2

 

THOMAS HAMPSON
Bariton

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

PATRICK HAHN
Dirigent

Als überzeugter und zuweilen kauziger Non-Konformist wurde Charles Ives lange Zeit vom »Musikestablishment« in die Außenseiterrolle gedrängt und als »Sonntagskomponist« abgestempelt. Zeitlebens verdient Ives seinen Lebensunterhalt  mit Versicherungen. Seine 2. Sinfonie schrieb er um die Jahrhundertwende, uraufgeführt wurde sie allerdings erst ein halbes Jahrhundert später. Die ›Variations on America‹ – ursprünglich für Orgel komponiert – brachte er mit gerade mal 17 Jahren zu Papier. Schon damals griff er auf Musik zurück, die ihn umgab: Die amerikanische Volkshymne ›America‹ verwendete er als Vorlage für Experimente mit Bitonalität und Vierteltönen und rüttelte damit nicht nur das patriotische Lied, sondern auch die musikalische Tradition augenzwinkernd durcheinander. Diese Vorgehensweise perfektionierte Ives in späteren Werken: Er kombinierte verschiedenste Musikstile und verwob sie zumeist humorvoll mit folkloristischem Material. In Form der Collagentechnik spiegelt sich in Ives Werken die amerikanische Geschichte und Lebensart wider. Aus dem »Sonntagskomponisten« Ives wurde der Vater der amerikanischen Moderne. Als Pionier war er seiner Zeit voraus. Es brauchte viele Jahrzehnte, bis ihm Anerkennung zuteil wurde.

Orchester
tamtam

10. Sinfoniekonzert

So. 12. Juni 2022, 11 Uhr
Mo. 13. Juni 2022, 20 Uhr
Konzerteinführung Mo. 19 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


JOESEPH HAYDN – Sinfonie Nr. 100 G-Dur Hob. I:100 ›Militärsinfonie‹
BÉLA BARTÓK – ›Der wunderbare Mandarin‹
JOESEPH HAYDN – Sinfonie Nr. 103 Es-Dur Hob. I:103 ›Mit dem Paukenwirbel‹
ZOLTÁN KODÁLY – ›Marosszéker Tänze‹


SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

ANU TALI
Dirigentin

Für den einen oder anderen Überraschungseffekt war sich Joseph Haydn nicht zu schade. In das beschwingte Idyll der ›Militärsinfonie‹ bricht lärmend eine Marschmusik herein. Mit Becken, Triangel, großer Trommel und Trompetensignal rumpelt sie taktweise durch die Sinfonie.  Auch die außergewöhnliche Einleitung seiner Sinfonie Nr. 103 mit dem berühmt-berüchtigten Paukenwirbel erregt damals wie heute höchste Aufmerksamkeit. 

Vom Überraschungsmoment bei Haydn kommen wir zum Schockeffekt bei Béla Bartók. Die Tanzpantomime ›Der wunderbare Mandarin‹ wurde unmittelbar nach der Uraufführung an der Oper Köln im Jahr 1926 wieder abgesetzt. »Dirnen- und Zuhälterstück mit Orchestertamtam«, wetterte die damalige Presse. Mit seiner vielleicht härtesten, brutalsten und kompromisslosesten Musik erzählt Bartók die Geschichte eines Mordes im Rotlichtmilieu. Zugleich handelt es sich um eine Art Großstadtmusik, die Zeugnis über die Auswirkungen der Urbanisierung Anfang des 20. Jahrhunderts ablegt.

Der Hässlichkeit der Großstadt setzt Kodály mit seinen ›Marosszéker Tänze‹ ein ländliches Märchenidyll entgegen. Mit volkstümlichem Charme und in prächtiger Instrumentierung lässt Kodály alte Tanzmelodien aufleben.

 

Hand in Hand

Antrittskonzert Patrick Hahn

Mi. 1. September 2021, 19:30 Uhr › TICKETS
Historische Stadthalle Wuppertal

 

ANTON WEBERN – ›Sechs Stücke für Orchester‹ op. 6
RICHARD STRAUSS – ›Vier letzte Lieder‹ op. 150
RICHARD STRAUSS – ›Eine Alpensinfonie‹ op. 64

 

MARLIS PETERSEN
Sopran

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

PATRICK HAHN
Dirigent

Generalmusikdirektor Patrick Hahn begrüßt seine Künstlerfreundin, die international gefeierte Sopranistin Marlis Petersen, zum Start in die erste Saison seiner Wuppertaler Amtszeit. Das Galakonzert versprüht alpenländischen Charme. Auch wenn sich die ›Sechs Stücke für Orchester‹ von Anton Webern und ›Eine Alpensinfonie‹ von Richard Strauss in monumentaler Besetzungsgröße und in Entstehungszeit beinahe gleichen, könnten sie gegensätzlicher nicht sein. Anton Webern setzt den riesigen Orchesterapparat nicht als Ganzes ein, sondern splittet ihn in kammermusikalische Gruppen mit transparenten Klangfarben auf. Mit seiner sezierenden Vorgehensweise erreicht Webern eine ungeheure Expressivität.
›Eine Alpensinfonie‹ hingegen ist Programmmusik »at it’s best«, die alle Ressourcen nutzt, die einem spätromantischen Sinfonieorchester zur Verfügung stehen. Ausufernd, bombastisch, grenzenlos!

Aus Strauss’ ›Vier letzte Lieder‹ spricht das Bewusstsein für die Endlichkeit. Die Lieder waren Strauss’ letztes großes Werk und gleichen einem künstlerischen Vermächtnis, dessen Uraufführung er nicht mehr erlebte.

Feuerbär

Benefizkonzert

So. 3. Oktober 2021, 11 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Großer Saal

 

GOTTFRIED VON EINEM – Capriccio op. 2
RICHARD STRAUSS – Hornkonzert Nr. 2 Es-Dur
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI – Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

 

KARSTEN HOFFMANN
Horn

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

PATRICK HAHN
Dirigent

Gottfried von Einem bezeichnete sich selbst gerne als »Feuerbär« – als einen Bären, vom Feuer bewohnt, der ständig in Klangseen hineinspringen muss. Seine Musik passt in keine Schublade, seine Musik ist seine Musik – und nichts anderes. Von Einem ist einer, der aneckt und seiner Überzeugung treu bleibt.

Richard Strauss ist 78 Jahre alt, als er sein 2. Hornkonzert schreibt. Das 1. Konzert, das er noch für seinen Vater komponierte, liegt inzwischen 60 Jahre zurück. Seine großen Tondichtungen und Opern sind längst abgeschlossen und haben Erfolge gefeiert. Nun kann Strauss ganz bei sich sein und muss keinem mehr etwas beweisen. Und so verzaubert das Konzert mit nostalgischer Schönheit und lyrischer Innerlichkeit.

Tschaikowski steckte im Entstehungsjahr der 4. Sinfonie in einer Krise. Ihm war es nicht vergönnt, seinen eigenen, persönlichen Weg zu gehen. Seine Homosexualität versuchte er zeitlebens zu verstecken, er fürchtete die Entdeckung. So ist die 4. Sinfonie ein wahres Psychodrama, der klanggewordene Schmerz einer aufrührerischen Seele.

 

Benefizkonzert zugunsten der Institution ›EinTopf – Solidarfonds für Kulturschaffende‹.

Allein Freyheit

Neujahrskonzert

Sa. 1. Januar 2022, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


LUDWIG VAN BEETHOVEN – Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

 

ANA MARIA LABIN
Sopran

NATASCHA PETRINSKY
Alt

BENJAMIN BRUNS
Tenor

KAY STIEFERMANN
Bariton

CHOR DER KONZERTGESELLSCHAFT WUPPERTAL

Kartäuserkantorei Köln

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

PATRICK HAHN
Dirigent

 

Das neue Jahr empfängt uns mit dem unendlichen Universum der musikalischen Reichhaltigkeit. Beethovens 9. Sinfonie ist ein sowohl ästhetisch als auch inhaltlich einmaliges Werk, das Geschichte geschrieben hat und bis heute einen Referenzrahmen bildet, der den ewigen Wunsch, das Bedürfnis nach grenzenloser Brüderlichkeit unter den Menschen, in Töne setzt.

Zeitlos ist Beethovens Werk und es fordert uns immer wieder aufs Neue heraus:
»[A]llein Freyheit, weiter gehn ist in der Kunstwelt,´wie in der ganzen großen schöpfung, zweck [...].«
Ludwig van Beethoven

 

Mit dem Neujahrskonzert geht das Sinfonieorchester Wuppertal on Tour. Am So. 2. Januar 2022 gastiert das Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Patrick Hahn in der Kölner Philharmonie.

Ganz Dvořák

1. Chorkonzert

So. 21. November 2021, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

ANTONÍN DVOŘÁK – Requiem op. 89

 

DOROTHEA BRANDT
Sopran

RENA KLEIFELD
Alt

SANGMIN JEON
Tenor

JENS HAMANN
Bass

CHOR DER KONZERTGESELLSCHAFT WUPPERTAL

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

GREGOR MEYER
Dirigent

»Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.« In den Worten Johannes Brahms’ schwingt Bewunderung, aber auch Neid über den Ideenreichtum seines acht Jahre jüngeren Komponistenkollegen Antonín Dvořák mit. Dvořáks Requiem strotzt vor musikalischen Ideen – wobei ein melodisches Hauptmotiv dem Werk einen starken Zusammenhalt gibt und sich als genialer Kunstgriff entpuppt.

Im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Brahms, der 20 Jahre zuvor ›Ein deutsches Requiem‹ fertigstellte, griff Dvořák kaum in den liturgischen Text ein. Diesen bewahrte er als vertrautes Fundament seiner Komposition, um der Totenmesse auf musikalischer Ebene seine persönliche Deutung hinzuzufügen. Dvořáks unverwechselbarer intensivmelodischer Duktus verleiht Themen wie Tod, Trauer, Furcht, Hoffnung und Erlösung eine besondere emotionale Tiefe. Die außergewöhnliche Dramatik der Tonsprache fesselt vom ersten bis zum letzten Ton und bescherte dem Requiem bereits bei seiner Uraufführung in Birmingham einen fulminanten Erfolg. Aus Birmingham kam auch der Auftrag zu dieser Komposition: »Ich denke, es ist an der Zeit, dass Sie wieder etwas für dieses Land tun, und die einzige Sache, die ich Sie bitten muss, ist, kein allzu schwieriges Werk zu schreiben, in jedem Fall aber ganz Dvořák.« Das ist auf einzigartige Weise gelungen.

Tochter Zion

2. Chorkonzert

Sa. 25. Dezember 2021, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


GEORG FRIEDRICH HÄNDEL – ›Judas Maccabaeus‹ HWV 63


N. N.
Sopran

IRIS MARIE SOJER
Alt

N. N.
Tenor

N. N.
Bass

KONZERTCHOR DER VOLKSBÜHNE WUPPERTAL

ANDREAS SPERING
Dirigent

Pompös und triumphal kam Georg Friedrich Händels Oratorium ›Judas Maccabaeus‹ am 1. April 1747 im Theatre Royal in Covent Garden zur Uraufführung. Das Werk erzählt die Geschichte des gleichnamigen jüdischen Glaubens- und Freiheitskämpfers im 2. Jahrhundert vor Christus. Der sensationelle Erfolg von ›Judas Maccabaeus‹ sicherte Händel seine herausragende Stellung als Komponist in England. Mal monumental, mal leidenschaftlich, dann wieder würdevoll – unter den insgesamt 25 Oratorien, die Händel zwischen 1733 und 1757 komponierte, ist dieses nicht zuletzt wegen des populären Adventshits ›Tochter Zion‹ das vielleicht schönste und eindrücklichste.

Der Teufel singt Tango

3. Chorkonzert

So. 24. April 2022, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

ALEXANDER WASSILJEWITSCH MOSSOLOW – ›Die Eisengießerei‹ op. 19

ALFRED SCHNITTKE – Faust-Kantate »Seid nüchtern und wachet«

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH – Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47


 

Iva Bittová
Kontraalt

N. N.
Countertenor

Norbert Ernst
Tenor

Kurt Rydl
Bass

Opernchor der Wuppertaler Bühnen

Kammerchor amici del canto

Studierende der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Wuppertal

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

 

Den Komplex Mensch und Maschine fasst Alexander Mossolow in seiner akustischen Illustration einer Fabrik – einer Eisengießerei – in Töne. Der Konzertsaal verwandelt sich in eine Werkshalle, das Orchester stöhnt, rumpelt und stampft wie eine Hochleistungsmaschine und die Bläser simulieren die Fabriksirene. Mossolows beeindruckendes Werk des russischen Futurismus ist ein tönendes Symbol für den gesellschaftlichen und technischen Wandel.

Als eine »negative Passion« bezeichnete Alfred Schnittke seine Faust-Kantate »Seid nüchtern und wachet«. Unter dem Deckmantel einer Passion im Bach’schen Sinne vermengt Schnittke unterschiedlichste Stile miteinander. Mit herrlich-skurrilen Klangmischungen wird nicht geknausert, um das Grauen Fausts musikalisch auf den Punkt zu bringen: Und so singt bei Schnittke der Teufel Tango.

Um das Bizarre und menschliches Grauen dreht sich auch Schostakowitschs 5. Sinfonie. In ihrem Finale brüllt, jault und birst das Orchester förmlich aus allen Fugen. Ist das noch lautstarker Triumph oder schon längst dessen Persiflage?

Hommage
an die
Vergangen
heit

Uptown Classics /1

Fr. 10. September 2021, 19:30 Uhr › TICKETS
Vereinsheim des CVJM Wuppertal-Langerfeld
So. 12. September 2021, 18 Uhr › TICKETS
Immanuelskirche

 

GEORG FRIEDRICH HÄNDEL – Concerto grosso d-Moll op. 3/5
GEORG MUFFAT – Sonata Nr. 2 g-Moll aus ›Armonico tributo‹
JOHANN CHRISTIAN BACH – Sinfonia concertante B-Dur

 

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

CLEMENS FLICK
Cembalo, Hammerklavier und musikalische Leitung

Zwischen den beiden Konzertterminen der Uptown Classics /1 feiert die Oper ›Julius Caesar‹ von Georg Friedrich Händel im Wuppertaler Opernhaus unter Leitung von Clemens Flick Premiere. Eine exzellente Gelegenheit für das Sinfonieorchester Wuppertal, sich den Barockspezialisten Clemens Flick für ein Konzert der Reihe Uptown Classics »kurz mal auszuleihen«. Bereits vor zwei Jahren stand Flick in dieser Reihe am Pult des Sinfonieorchester Wuppertalund begeisterte mit seiner spielfreudigen Virtuosität. »Besonders die gestalterische und improvisatorische Freiheit im Umgang mit dem Material, und die Möglichkeit, als musikalischer Leiter selbst Teil des Ensembles zu sein, reizen mich«, so der Dirigent. Im Gepäck hat er unter anderem eine wenig bekannte, wunderschöne Sinfonia concertante von Johann Christian Bach mit den Soloinstrumenten Violine, Oboe, Cello und Hammerklavier.

Finest Selection

Uptown Classics /2

Fr. 29. Oktober 2021, 19:30 Uhr › TICKETS
Friedhofskirche
Sa. 30. Oktober 2021, 16 Uhr › TICKETS
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen

 

KARL JENKINS – ›Palladio‹. Concerto grosso
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI – ›Souvenir d’un lieu cher‹ op. 42
GUSTAV HOLST – ›St Paul’s Suite‹ op. 29, Nr. 2
BÉLA BARTÓK – Rumänische Volkstänze

 

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

NIKOLAI MINTCHEV
Violine und musikalische Leitung

Wenn man ein Konzertprogramm mit einer Pralinenschachtelvergleichen möchte, dann wäre dasUptown Classics /2 die Edition ›Finest Selection‹. Der 1. Konzertmeister Nikolai Mintchev hat tief in die Kiste mit Werken gegriffen, die er schon immer einmal spielen wollte. Herausgekommen ist eine abwechslungsreiche und durchaus kalorienhaltige Stückfolge, die ausdrucksstarke und wandlungsfähige Musikerinnen und Musiker erfordert. Und so ist diese Ausgabe der Uptown Classics ein ganz persönliches und charaktervolles Konzert, das vom Genuss und der Liebe zur Musik aller Beteiligten lebt.

Ich habe genug

Uptown Classics /3

Sa. 7. Mai 2022, 16 Uhr
Immanuelskirche
So. 8. Mai 2022, 11 Uhr
codeks Arena

 

ARVO PÄRT – Cantus in memoriam Benjamin Britten
JOHANN SEBASTIAN BACH – »Ich habe genug« BWV 82
WOLFGANG AMADEUS MOZART – Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201

 

Simon Stricker
Bariton

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Cembalo und musikalische Leitung

Flimmer
kisten
musik

Uptown Classics /4

Sa. 25. Juni 2022, 20 Uhr
Skulpturenpark Waldfrieden

 

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

Patrick Hahn
Dirigent

 

Klassiker der Filmmusik – das genaue Programm wird noch bekannt gegeben

 

Meta
morphosen

1. Kammerkonzert

Mo. 11. Oktober 2021, 20 Uhr › TICKETS
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal

 

LUDWIG VAN BEETHOVEN – Quintett F-Dur (nach der Hornsonate op. 17)
ARNOLD KRUG – Streichsextett op. 68
RICHARD STRAUSS – Metamorphosen

 

Nikolai Mintchev und Iva Miletic
Violine

Momchil Terziyski und Jens Brockmann
Viola

Karin Nijssen-Neumeister und Hyeonwoo Park
Violoncello

Solvejg Friedrich
Kontrabass
 

 

Johannis
berg
Quartett

2. Kammerkonzert

Mo. 22. November 2021, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal

 

WOLFGANG AMADEUS MOZART – Streichquartett D-Dur KV 575
DIMITRI SCHOSTAKOWITSCH – Streichquartett Nr. 7 fis-Moll op.108
JOHANN SEBASTIAN BACH – ›Die Kunst der Fuge‹ BWV 1080 (Auszüge)
DIMITRI SCHOSTAKOWITSCH – Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110

 

Dagmar Engel und Martin Roth
Violine

Jens Brockmann
Viola

Christine Altmann
Violoncello

Die Maske des Roten Todes

3. Kammerkonzert

Mo. 7. Februar 2022, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal

 

FRANZ LISZT – ›Angelus! Prière aux anges gardiens‹
ANDRÉ CAPLET / EDGAR ALLEN POE – ›Conte fantastique‹
FRANZ SCHUBERT – Streichquartett Nr. 14, d-Moll op. post. D 810 ›Der Tod und das Mädchen‹

 

Liviu Neagu-Gruber und Eva Högel
Violine

Axel Heß
Viola

Hyeonwoo Park
Violoncello

Manuela Randlinger-Bilz
Harfe

Thomas Braus
Sprecher

Romeo & Julia

4. Kammerkonzert

Mo. 21. März 2022, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal

 

ROBERT KAHN – Serenade op. 73 f-Moll
SERGEI PROKOFJEW – ›Romeo und Julia‹ (Auswahl)
FRANCIS POULENC – Sonate op. 185
ROBERT SCHUMANN – ›Märchenbilder‹ op. 113
FRÉDÉRIC CHOPIN – Préludes op. 28
AUGUST KLUGHARDT – ›Schilflieder‹ op. 28

 

Andreas Heimann
Oboe

Momchil Terziyski
Viola

Maki Hayashida
Klavier

Julia Wolff
Sprecherin

Espíritu latino

5. Kammerkonzert

Mo. 2. Mai 2022, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal

 

LUIGI BOCCHERINI – Quintett D-Dur ›Fandango-Quintett‹
PAUL CONSTANTINESCU – Konzert für Streicher
ARTURO MÁRQUES – Danzón No. 2
ASTOR PIAZZOLLA – Tango Ballet

 

Liviu Neagu-Gruber und Axel Heß
Violine

Florian Glocker
Viola

Vera Milićević
Violoncello und Kastagnetten

Juniors César Sarracent
Gitarre

 

Wahl
verwandt
schaften

6. Kammerkonzert

Mo. 30. Mai 2022, 20 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal

 

JOHANNES BRAHMS – Klarinettensonate Es-Dur op.120, Nr. 2
REBECCA CLARKE – Bratschensonate
GUSTAV JENNER – Trio Es-Dur   

 

Sylvester Perschler
Klarinette

Hikaru Moriyama
Viola

Sofja Gülbadamova
Klavier

 

Iveta
Apkalna

1. Orgel-Akzent

So. 29. August 2021, 18 Uhr › TICKETS
Historische Stadthalle Wuppertal
Einweihung der renovierten Sauer-Orgel

 

Iveta Apkalna
Orgel, Titularorganistin der Hamburger Elbphilharmonie

 

Alfrēds Kalniņš – Fantasia g-moll

Ēriks Ešenvalds – Fantasia (Iveta Apkalna gewidmet)

JOHANN SEBASTIAN BACH – Fantasia G-dur BWV 572

PĒTERIS VASKS – ›Musica seria‹

Jāzeps Vītol – ›Lied der Wellen‹ (Arr. für Orgel von T. Deksnis)

Pēteris Vasks – ›Hymnus‹ (Iveta Apkalna gewidmet)

 

Das Konzert findet ohne Pause statt.

Sebastian Küchler-
Blessing

2. Orgel-Akzent

Sa. 18. September 2021, 19:30 Uhr › TICKETS
Historische Stadthalle Wuppertal

 

Sebastian Küchler-Blessing
Orgel, Domorganist am Essener Dom

 

Werke von Dieterich Buxtehude, Jehan Alain, Johann Sebastian Bach und Pjotr Iljitsch Tschaikowski

 

 

 

Orgel & Blech

3. Orgel-Akzent

So. 19. Dezember 2021, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


Blechbläser_innen

Wolfgang Kläsener
Orgel, Künstlerischer Leiter der Wuppertaler Orgeltage

Orgel & Schlagzeug

4. Orgel-Akzent

So. 6. Februar 2022, 18 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

MARIUS HERB
Orgel

PS: Percussion: Salome Amend und Pavel Beliaev

 

Werke von Johann Sebastian Bach, Per Nørgård, Max Reger, Wayne Siegel, Pierre Cochereau, Harald Feller, Gene Koshinski, Maurice Duruflé und Arvo Pärt

 

Jack und
die Bohnen
ranke

1. Familienkonzert

So. 26. September 2021, 11 Uhr › TICKETS
Historische Stadthalle Wuppertal

 

JÖRG SCHADE
Moderation

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

VALENTIN EGEL
Dirigent

Jack tauscht zum Leid der Mutter ihren letzten Besitz, eine Kuh, gegen magische Bohnen ein. Verärgert über diesen vermeintlich schlechten Handel schmeißt die Mutter die Bohnen aus dem Fenster. Am nächsten Tag ist aus den Bohnen eine riesige Ranke gewachsen. Neugierig klettert Jack die Ranke empor und erlebt dort so manches Abenteuer. Ein Orchestermärchen von Andreas N. Tarkmann für Sprecher und großes Orchester nach einem englischen Märchen in einer Textbearbeitung von Jörg Schade.

Camille Saint-Saëns

2. Familienkonzert

So. 5. Dezember 2021, 11 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


Boussa Thiam
Moderation

SINFONIEORCHESTER WUPPERTAL

HARRY OGG
Dirigent

Alle Menschen groß und klein lieben seinen berühmten Karneval der Tiere. Zu Recht. Wir spitzen anlässlich Camille Saint-Saëns’ 100. Todestages im Dezember 2021 aber auch die Ohren für andere seiner wunderbaren Werke und lassen sogar die Orgel pfeifen.

Das schlaue Füchslein

3. Familienkonzert

So. 20. Februar 2022, 11 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal

 

Jochen Malmsheimer
Moderation

Sinfonieorchester Wuppertal

CLAUDIO NOVATI
Dirigent

 

eine Produktion des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

 

Gefahr im Wald! Ein Jäger macht mit seinem Hund Jagd auf alles, was ihm vor die Flinte kommt. Angeführt von einer kleinen schlauen Füchsin entwickeln die Tiere des Waldes einen Rettungsplan, bei dem jeder eine Aufgabe hat: Die gefährliche, aber verfressene Wildschweingang, zwei Wolfsbrüder, die nicht immer alles verstehen, ein panischer, leicht depressiver Hirsch und ein cholerischer Hirschkäfer wissen, wie sie sich gegenseitig helfen können. Sie erfahren, dass man jedes Abenteuer bestehen kann, wenn man gute Freunde an seiner Seite hat.

Naftule und die Kinder

4. Familienkonzert

So. 29. Mai 2022, 11 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal


Helmut Eisel
Klezmerklarinette

Kerstin Klaholz
Moderation

Ensemble der Bergischen Musikschule Wuppertal

Patrick Hahn
Dirigent

 

Ratlosigkeit in Sinfonien: Alle Sinfonier sind verstummt, denn ein böser Zauberer hat sämtliche Noten in eine magische Kugel gebannt. Um aber die Sprache der Musik zu sprechen, braucht man die sorgsam notierten und eingeübten Arrangements! Zum Glück stellt Naftule schnell fest, dass die Kinder der Sinfonier noch spontan und verspielt genug im Umgang mit Melodien und Rhythmen sind, um sich auch ohne Noten verständigen zu können. Ob Naftule und die Kinder es schaffen, die magische Kugel zu sprengen und den Zauberer milde zu stimmen? Und ob am Ende vielleicht sogar die Erwachsenen Spaß daran finden, mal wieder zu spielen wie Kinder?